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Biesenthaler beschweren sich über Baumpflanzungen

Ärger in der Ahornallee

Viel zu dicht: Hermann Krämer misst den Abstand des neu gepflanzten Ahorns zur Grundstückseinfahrt seines Sohnes.
Viel zu dicht: Hermann Krämer misst den Abstand des neu gepflanzten Ahorns zur Grundstückseinfahrt seines Sohnes. © Foto: Inga Dreyer
Inga Dreyer / 13.04.2016, 07:15 Uhr
Biesenthal (MOZ) "Am vorigen Mittwoch ging es los", erzählt Hermann Krämer. Plötzlich seien dort Markierungen angebracht worden, wo Bäume gepflanzt werden sollten - auf einem Grünstreifen entlang der Ahornallee, direkt vor Hermann Krämers Haus. Gegen die Bäume an sich habe er nichts, betont er. Aber der geringe Abstand zu seiner Einfahrt und zu den Grundstücksgrenzen stören ihn. Für große Fahrzeuge sei es nun schwierig zu rangieren, Besucher könnten nicht mehr parken. Außerdem würden die Biesenthaler den Grünstreifen als Fußweg nutzen. Besonders in den Wintermonaten, denn da hätten die Anwohner den Streifen begehbar gehalten, auch wenn die Straße nicht geräumt gewesen sei, erzählt Hermann Krämers Sohn Joachim, der nebenan wohnt. Torsten Müller, der sein Haus an der gegenüberliegenden Seite der Straße hat, wo schon länger eine Reihe von Bäumen steht, äußert kein Verständnis für die Pflanzungen. Er hätte es besser gefunden, wenn der Fußweg geblieben wäre, betont er. Die Nachbarn kritisieren, dass sie nichts von dem Vorhaben gewusst hätten. "Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt", moniert Hermann Krämer.

André Nedlin, Direktor des Amtes Biesenthal-Barnim, betont, dass alles seine Richtigkeit habe und es keinen Grund zur Beschwerde gebe. Die Stadt habe beschlossen, auf ihrem eigenen Land Bäume zu pflanzen, nachdem die Idee vorher im Bauausschuss diskutiert wurde. In einigen Jahrzehnten werde dann aus der Straße mit dem Namen Ahornallee wieder eine richtige Allee, sagt André Nedlin. "Als Naturparkstadt hat Biesenthal ein Interesse daran, diesen Charakter zu erhalten." Im ersten Teil der Straße sei Rot-Ahorn gepflanzt worden, im hinteren Teil Richtung Buchenallee Feldahorn. "Das sieht wunderschön aus."

Mindestabstände habe die Stadt dabei nicht einzuhalten. Die Bäume seien ausreichend weit von den breiten Einfahrten der Anwohner entfernt, um dort rangieren zu können, betont der Amtsdirektor. Nachdem sich Hermann Krämer beschwert hatte, sei ihm die Verwaltung bereits entgegengekommen und habe den Baum neben der Einfahrt um einen Meter versetzt gepflanzt.

Damit will sich Hermann Krämer jedoch nicht zufriedengeben. Er fordert, dass die Bäume an den Einfahrten noch weiter versetzt werden und kritisiert, dass er sich von den zuständigen Behörden nicht ernst genommen fühle.

Auch an Bürgermeister Carsten Bruch hat er sein Anliegen herangetragen. Der erklärt auf Nachfrage der MOZ, dass es auch in anderen Straßen ähnliche Kritik gegeben habe. Er unterstreicht, dass das Ziel der Naturparkstadt sei, mehr Bäume zu pflanzen. Für die Zukunft aber wolle man überlegen, wie die Einwohner in solche Vorhaben besser eingebunden werden können, betont er.

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