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Blick auf die Burg ist wieder frei

Wie auf alten Postkarten: Nach der Freischneideaktion kann man die Friedländer Burg nun von der Straße aus in ihrer ganzen Schönheit bewundern. Die Anlage ist die am besten erhaltene der drei Streleburgen Friedland, Beeskow und Storkow
Wie auf alten Postkarten: Nach der Freischneideaktion kann man die Friedländer Burg nun von der Straße aus in ihrer ganzen Schönheit bewundern. Die Anlage ist die am besten erhaltene der drei Streleburgen Friedland, Beeskow und Storkow © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Jörg Kühl / 20.04.2016, 19:49 Uhr
Friedland (MOZ) Auf ihrer jüngsten Versammlung haben sich die Abgeordneten der Stadt Friedland auf eine Reihe von kleinteiligen Sanierungsmaßnahmen für dieses Jahr geeinigt. Außerdem wurde eine Investitionsliste für die Zeit bis 2020 erarbeitet.

Nachdem in den letzten Jahren eine Reihe größerer Bauvorhaben realisiert wurden, etwa die komplette Sanierung des Schulkomplexes oder der Neubau des Gerätehauses, setzt die Stadt Friedland dieses Jahr auf Verbesserungen im Detail.

Ein bereits durchgeführtes Projekt ist die Freischneidung der Burg. Wie der Ortsvorsteher von Friedland und gleichzeitig Burgdirektor Lutz-Bodo Knöfel mitteilt, wurden die Sichtachsen mit Hilfe alter Fotografien und Postkarten - die älteste aus dem Jahr 1908 - rekonstruiert. Dazu war es nötig, einige der verwilderten Bäume mit Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde fällen zu lassen. Auch die bis vor kurzem noch verwilderten Amtsgärten an der Burg, die sich in kommunalem Eigentum befinden, wurden von Mitarbeitern der Stadt in Ordnung gebracht.

In einem weiteren Schritt müsste jetzt die Burgmauer saniert werden. An einigen Stellen, beispielsweise an der Seite in Richtung Ärztehaus, droht die Mauer einzustürzen oder ist bereits kollabiert. An einigen Stellen wurden Mauerkronen mit Metallplatten provisorisch gegen weitere Verwitterung geschützt. Die Stadt will die Sanierung der Mauer der Burg, in der sich das deutsch-polnische Begegnungszentrum befindet, im Rahmen eines Interreg-Projekts in Höhe von 280 000 Euro fördern lassen, kündigt Bürgermeister Thomas Hähle nach einer Unterredung mit Kollegen der Stadtverwaltung Sulecin am Dienstag an.

Die Abgeordneten haben auf ihrer jüngsten Sitzung auch Sanierungs- und Reparaturmaßnahmen in Friedland und einigen weiteren Ortsteilen beschlossen. Dazu zählt die Sanierung der Straße im Runddorf Möllen. 60 000 Euro sind für dieses Vorhaben im Haushalt reserviert. In Sarkow soll die Straße von Rissen und Erhebungen befreit werden. Außerdem werden drei Straßenschwellen eingebaut, um den Verkehr im Ortseingangsbereich zu beruhigen. 30 000 Euro sind für diesen Posten vorgesehen. Auf rund 43 000 Euro summiert sich eine Maßnahmen zur Unterhaltung der Straßenbeleuchtung. Dazu zählt der Austausch der Holzmasten in Günthersdorf und Pieskow.

Auch für die Feuerwehren und den Brandschutz plant die Stadt Investitionen. Größter Posten in der Haushaltsplanung 2016 ist ein Feuerwehrboot aus Aluminium, dass das alte Schlauchboot ersetzen soll. 22 000 Euro soll es kosten. Um den Brandschutz in Weichensdorf sicherzustellen, schafft die Stadt ein bewegliches Notstromaggregat samt Anhänger an. Die Maschine dient dazu, Löschwasser aus dem Brunnen des Gubener Wasser- und Abwasserzweckverbands beziehen zu können. Aggregat und Hänger werden mit 16 000 Euro gebucht. 2017 wird ein Tanklöschfahrzeug für 336 000 Euro angeschafft.

Im längerfristigen Investitionsplan bis 2020 sind unter anderem die Sanierung der Kitas Pieskow (273 000 Euro) und Groß Muckrow (206 000 Euro), die Neugestaltung der Außenanlagen der Kita Friedland (120 000 Euro) sowie der Ausbau des Wasserwanderrastplatzes Kummerow (92 000 Euro) samt neuer Sanitäranlage geplant.

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