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20 Künstler aus Heilbronn haben Werke eigens für die Marienkirche geschaffen.

In einem übermächtigen Raum

Beeindruckende Formate: 20 Heilbronner Künstler haben Werke speziell für die Marienkirche erstellt.
Beeindruckende Formate: 20 Heilbronner Künstler haben Werke speziell für die Marienkirche erstellt. © Foto: MOZ
Frauke Adesiyan / 22.04.2016, 06:47 Uhr - Aktualisiert 22.04.2016, 14:33
Frankfurt (Oder) (MOZ) 20 Künstler aus Heilbronn haben Werke eigens für die Marienkirche geschaffen. Die Ausstellung zum Thema "brennend" wird am Sonntag, 11 Uhr, eröffnet. Sie stellt einen Gegenbesuch dar, nachdem Frankfurter 2015 in Heilbronn ausgestellt hatten.

Die Vorgaben des Heilbronner Künstlerbundes waren eng gesteckt: Entstehen sollten fünf Meter lange und 1,50 Meter breite Fahnen, verwendet werden durften nur Schwarz, Weiß, Erdtöne und eine weitere Farbe im 10-Prozent-Bereich, thematisch sollte sich alles um des Thema "brennend" drehen. 20 Künstler fanden sich schließlich, die Lust hatten, sich in diesem Rahmen zu betätigen.

Die Gründe für das Konzept beschreibt Volkmar Köhler, Vorsitzender des Künstlerbundes Heilbronn so: "St. Marien ist ein übermächtiger Raum, in seiner Architektur, seiner Größe und seiner Farbe. Mit 60x80-Flachware braucht man da nicht kommen." Und tatsächlich wirkte das bisher Aufgebaute schon am Donnerstagnachmittag eindrucksvoll in dem ohnehin imposanten Kirchenschiff. Neben den Fahnen, die herabhängen, sind Installationen in den Seitenschiffen zu betrachten. Hinzukommen werden noch Bilder, die den Mittelgang bedecken. "Man sollte beim Eintreten nicht den Eindruck eines Jahrmarktes, sondern den eines Gesamtkunstwerkes bekommen", beschreibt Köhler die Idee, die ihn überkam, als er vor zwei Jahren erstmals in der Frankfurter Kirche stand.

Mit Frank Drömert vom Frankfurter Kulturbüro fand er einen Partner, bei dem die "Chemie stimmte". Und so wurde ein Künstleraustausch zwischen den Partnerstädten wiederbelebt, den es schon einmal in den 90er-Jahren gab. Im vergangenen Jahr machten sich die Frankfurter Künstler Evelin Grunemann, Sabine Barber und Manfred Neumann mit ihren Werken auf nach Baden-Württemberg - nun kommt es zum geplanten Gegenbesuch.

Das Thema "brennend" bezieht sich auf Parallelen in der Geschichte der Partnerstädte, von denen Feuer im Zweiten Weltkrieg nur wenig übrig ließen. Die Künstler beziehen es auf ganz unterschiedliche Sachverhalte. So hat Klaus Rensch historische Blasebälge in Brand gesteckt und die verkohlten Gebilde neu arrangiert - man meint unter anderem verkümmerte Flüchtlingsboote darin zu erkennen. Volkmar Köhler hat die sechs Gewaltsünden symbolisch in Plastikschläuche verpackt und darüber sinniert, was aus deren Asche für die Zukunft erwachsen kann.

Zur Eröffnung am Sonntag werden 20 Teilnehmer aus Heilbronn erwartet. Darunter ist neben Künstlern und der Heilbronner Bürgermeisterin Agnes Christner auch der Tonkünstler Lothar Heinle, von dem eine Toninstallation während der Ausstellungsdauer zu hören sein wird.

Die Schau kann bis 19. Juni täglich von 10 Uhr bis 16 Uhr, ab 1. Mai bis 18 Uhr besichtigt werden.

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