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Einzelkämpfer in der Stichwahl

Bei der Kandidatenrunde zur Bürgermeisterwah: Frederik Bewer (l.) - hier im Gespräch mit MOZ-Moderatorin Daniela Windolff - schrammte im ersten Wahlgang nur knapp an der notwendigen Mehrheit vorbei. Jens Wittstock (r.) ist inzwischen ausgeschieden.
Bei der Kandidatenrunde zur Bürgermeisterwah: Frederik Bewer (l.) - hier im Gespräch mit MOZ-Moderatorin Daniela Windolff - schrammte im ersten Wahlgang nur knapp an der notwendigen Mehrheit vorbei. Jens Wittstock (r.) ist inzwischen ausgeschieden. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Oliver Schwers / 22.04.2016, 07:20 Uhr
Angermünde (MOZ) Erst waren es fünf - jetzt ist nur noch ein Bewerber für das Bürgermeisteramt geblieben. Am 8. Mai steht einzig Frederik Bewer auf den Stimmzetteln. Er muss die Werbetrommel rühren, um genügend Stimmen für das notwendige Quorum zu holen.

Auf den Stimmzetteln gibt es nur zwei Alternativen: Ja oder Nein. Eins davon sollen die Wähler am 8. Mai bei der Bürgermeisterwahl ankreuzen. Weil Olaf Theiß (SPD) nach dem ersten Wahlgang klar abgeschlagen auf Platz zwei landete, zog er seine Kandidatur zurück und steht nach eigenen Angaben in dieser Legislatur auch nicht mehr als Bewerber zur Verfügung.

Damit entfällt die eigentlich geplante Stichwahl und Frederik Bewer (parteilos) bleibt als einzige Alternative auf den Stimmzetteln. Grundsätzlich sinkt in solchen die Wahlbeteiligung, weil der Wähler eigentlich nur die Wahl hat, dem Kandidaten zuzustimmen oder ihn abzulehnen. Der Jurist aus Altkünkendorf schafft den Einzug ins Rathaus, wenn er am 8. Mai mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhält. Und diese Mehrheit muss dazu mehr als 15 Prozent aller Wahlberechtigten umfassen. Das sind insgesamt rund 1800 Stimmen.

Normalerweise müsste der 40-Jährige dieses Quorum schaffen, wenn man das Ergebnis der ersten Runde vom 10. April berücksichtigt. Da holte Bewer 3028 Stimmen und verfehlte nur knapp den Wahlsieg. Dafür wären 3115 Wählerstimmen notwendig gewesen.

Sollte jedoch in der zweiten Runde die Wahlbeteiligung zu niedrig sein oder sollte die Mehrheit der Wähler ein Nein ankreuzen, wäre die Wahl ungültig. In einem solchen Falle würde dann der Bürgermeister über die Angermünder Stadtverordnetenversammlung bestimmt.

"Also: Machen Sie mit, denn jede Stimme ist wichtig!" hat Stadtwahlleiterin Sabine Jacob auf einem Aushang veröffentlichen lassen. "Nehmen Sie an der Stichwahl teil und bestimmen Sie mit Ihrer Stimme die Zukunft für Angermünde und die Ortsteile mit."

Das Rathaus hat bereits den Versand der Briefwahlunterlagen vornehmen lassen. Jeder, der schon am 10. April die Briefwahl beantragt hatte, bekommt nun auch für den 8. Mai automatisch die Unterlagen zugeschickt.

Wer zwischen dem 10. April und dem 8. Mai das 16. Lebensjahr vollendet, erhält ebenfalls von Amts wegen Briefwahlunterlagen. Falls ein Wähler seine Benachrichtigungskarte verloren hat, kann er mit dem Personalausweis in sein Wahllokal gehen.

Auch diesmal öffnet das Rathaus wieder die Türen vom Ratssaal. Ab 18 Uhr können alle Interessenten die aus den Wahllokalen einlaufenden Ergebnisse direkt auf Großleinwand verfolgen.

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