Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Weiter Streit um Kulturfabrik

Uwe Stemmler / 29.04.2016, 20:55 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Die Zukunft der Fürstenwalder Kulturfabrik gGmbH stand am Donnerstagabend auf der Tagesordnung des Kultur- und Sozialausschusses. Vordergründig ging es um die Zuschüsse, die die Einrichtung von der Stadt erhält.

Die BFZ-Fraktion habe ein "starkes Interesse am Fortbestand" der Kulturfabrik, sagte Christian Dippe. Aber man wolle mehr Kontrolle, was die Kufa tut. Nur noch das "Kerngeschäft", womit er offenbar Veranstaltungen mit namhaften Künstlern meinte, solle eine institutionelle Förderung, sprich einen Gesamtkosten-Zuschuss, erhalten. "Die anderen Teile" wie Parkclub, Museum, Brauereimuseum, Kinderladen, Frauen in der Fabrik, künstlerische Werkstätten sollten einzeln Zuschüsse erhalten - alles jährlich zugeteilt, abhängig von der Haushaltslage. Das BFZ wolle damit sicherstellen, dass die Zuschüsse der Stadt auch 1:1 dort ankommen.

Als Elke Wagner (SPD) von ihm "hieb- und stichfeste Beweise" dafür forderte, das das bisher nicht so gewesen sei, empörte sich Dippe: Es sei eine Frechheit, ihm zu unterstellen, er verdächtige den Geschäftsführer den Kufa, das Geld falsch ausgegeben zu haben. Der Geschäftsführer, Klaus-Peter Oehler, versicherte, dass der Gesamtkosten-Zuschuss stets im Wirtschaftsplan auf jeden Bereich entsprechend aufgeteilt wurde, und den habe der Aufsichtsrat kontrolliert und beschlossen. Oehler begründete auch, warum ein Gesamtkosten-Zuschuss notwendig sei, der bisher pro Jahr und auf fünf Jahre im Voraus vereinbart wurde: Nur das gebe Planungssicherheit. Wenn man stets warten müsse, bis der städtische Haushalt genehmigt ist - beschlossen wird er von den Stadtverordneten meist im April, und vor Juni stimmt selten der Kreis zu - wäre das erste Halbjahr in der Kufa tot. Für die Abgeordneten fast aller Fraktionen, außer BFZ und B90/Grüne, war das einleuchtend. Stephan Wende (Linke) betonte zudem: Nur eine Grundförderung schaffe Sicherheit für die Mitarbeiter, man müsste sonst zu jedem Jahresende entlassen, weil man nicht weiß, wie viel Zuschuss es im Folgejahr gibt.

Skepsis erntete auch der Antrag des BFZ, das Museum wieder zur städtischen Einrichtung zu machen, oder gleich die ganze Kufa, wie es Peter Apitz (B90/Grüne) vorschlug. Über das Thema soll nun nochmals am 24. Mai im selben Ausschuss und zuvor am 18. Mai im Hauptausschuss beraten werden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG