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Tag des offenen Ateliers am Hennigsdorfer OSZ

Zurück an alter Wirkungsstätte: Peter Löffler, pensionierter Lehrer, mit seinem "Planetensystem".
Zurück an alter Wirkungsstätte: Peter Löffler, pensionierter Lehrer, mit seinem "Planetensystem". © Foto: Marcus Latton
Marcus Latton / 02.05.2016, 08:58 Uhr
Hennigsdorf (HGA) Eine Woche vor dem brandenburgweiten Tag des offenen Ateliers zeigten vier Künstler aus Hennigsdorf am Sonnabend ihre Kreationen im Eduard-Maurer-Oberstufenzentrum. Das Besucherinteresse hielt sich allerdings in Grenzen.

Wenn sich Peter Löffler im Keller seiner Wohnung einschließt und sich aus der Welt da draußen zurückzieht, formt er Kunst aus Materialien, die er im Baumarkt kauft. Dann greift er zu Hammer, Holzlatten, Säge und Edelstahlkugeln, biegt Fahrradfelgen ellipsenartig um und überlegt, welche geometrischen Körper sich am Besten als Vorlage für die neuen Werken eignen.

Peter Löffler ist 71 Jahre alt und pensionierter Lehrer des Hennigsdorfer Eduard-Maurer-Oberstufenzentrums. Er steht im Lichthof des Schule vor seinen drei Installationen, die er für den Tag des offenen Ateliers mitgebracht hat. Da wäre etwa "Planetensystem", die Konstruktion mit den Fahrradfelgen, die die Umlaufbahn von stilisierten Himmelskörpern aus Stahlkugeln darstellen. Oder "Kubus": ein vieleckiger Körper, in dessen Mitte eine große Kompassnadel eine sich drehende Kugel umfasst. "Mich erfüllt diese Arbeit", sagt Löffler, der sein Hobby seit zehn Jahren betreibt. "Man muss sich immer fragen: Was ist zu viel? Was kann man weglassen?"

Neben Peter Löffler haben drei weitere Hennigsdorfer Künstlerinnen Werke ausgestellt. Annett Pollack konstruierte eine Installation, die aus Eierschalen, Tischdecken und anderen wiederverwertbaren Stoffen den Harnisch eines japanischen Samurai darstellt. Die Therapeutin Michaela Vohland zeigt Strukturbilder mit Pflanzenmotiven, während Doris Janisch, Kunstlehrerin am Oberstufenzentrum, vier Gemälde präsentiert, die sich zwischen düster abstrakter Malerei und lebhaften Farbkompositionen bewegen. "Ich habe keinen direkte Linie und arbeite eher aus dem Bauch heraus", sagt Janisch. Ihre Liebe zur Malerei habe die Lehrerin relativ spät entdeckt, vor 20 Jahren. Da arbeitete sie schon einige Zeit als Lehrerin und machte noch ein zusätzliches Kunststudium. Der Tag des offenen Ateliers ist für sie ein willkommener Anlass, Werke auszustellen und in Kontakt mit anderen Künstlern und Malerei-Interessierten zu treten. Besucher verirrten sich dafür nur wenige ins Oberstufenzentrum. Für Peter Löffler ist das aber kein großes Problem: "Es hat trotzdem Spaß gemacht. Und außerdem ist es für mich eine gute Übung, die eigenen Kunstwerke auseinanderzunehmen und wieder zusammenzubauen."

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