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Der FC Eisenhüttenstadt gedeiht

Hagen Bernard / 06.05.2016, 21:07 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Am 1. Juni ist der FC Eisenhüttenstadt gegründet worden. Ein gutes Jahr später ab Juli werden die Mannschaften des EFC Stahl, der SG Aufbau, des 1. FC Fürstenberg und des Jugendfördervereins unter dem neuen Verein auflaufen.

Am 1. Juni vor einem Jahr haben Vereins-Vertreter des EFC Stahl, der SG Aufbau, des 1. FC Fürstenberg und des Jugendfördervereins den FC Eisenhüttenstadt gegründet. Ab Juli werden die Teams der vier Gründungsvereine unter dem neuen Vereinsnamen firmieren. Dazu organisiert der FC Eisenhüttenstadt am 2. Juli einen Eröffnungstag mit Spielern, Sponsoren und Vereinsmitgliedern.

Der Vereinsvorsitzende Uwe Golla sieht sich mit seinem Vorstand um Elke Ruchatz und Wolfgang Schneider auf einem guten Weg. Ein Großteil der Sponsoren bleibt bei der Stange. Laut Golla sind darunter viele kleinere Eisenhüttenstädter Unternehmen beziehungsweise Förderer. Auch der Zuspruch hinsichtlich der Anträge auf die Vereinsmitgliedschaft sei sehr hoch. Der 59-jährige Golla rechnet für den FC Eisenhüttenstadt mit etwa 150 Nachwuchsspielern, 150 Aktiven im Erwachsenenbereich und etwa 50 passiven Mitgliedern.

Durch die Fusion werden laut Golla die Kräfte gebündelt und nicht nur die finanziellen Grundlagen werden sich verbessern. So wird der FC Eisenhüttenstadt unter anderem über vier Flutlichtplätze verfügen. Schließlich bleiben die Sportanlagen der SG Aufbau an der Diehloer Straße, die des EFC Stahl an der Waldstraße und die der Altstädter in Fürstenberg auch für den neuen Verein erhalten. So soll der vor einiger Zeit verlängerte Pachtvertrag des 1. FC Fürstenberg mit der Kommune auf den neuen Verein umgeschrieben werden. Laut Golla liegt dafür die schriftliche Zusage der Eisenhüttenstädter Bürgermeisterin Dagmar Püschel vor. Damit seien die Voraussetzungen gegeben, dass die Fusion mit den bisherigen Mannschaften behutsam erfolgt.

Zwar rechne Golla mit einer Fluktuation an Spielern, doch sollen solche Entwicklungen wie bei der Fusion in Frankfurt ausgeschlossen werden, als sich beim Zusammenschluss zum 1. FC die Anzahl der Männer-Mannschaften auf zwei halbierte. "Zusammen mit den Ü-35- und Ü-50-Mannschaften werden es im Erwachsenenbereich um die neun Mannschaften sein. Sie sollen in ihrem gewohnten Umfeld und mit den gewohnten Trainern und Übungsleitern zusammenbleiben." Problematisch könne der Abstieg der SG Aufbau in die Ostbrandenburgliga werden. "Wenn es doof läuft, haben wir drei Mannschaften in dieser Liga. Doch Entscheidungen können wir erst treffen, wenn wir die Abschluss-Tabellen haben." Auf alle Fälle soll ein anderer Weg als in Frankfurt eingeschlagen werden, um eine höchst mögliche Anzahl an Mannschaften zu erhalten. Während Aufbau-Trainer Roland Steinfurth bekräftigt, dass die Spieler nach dieser Saison zusammenbleiben wollen, hat in Fürstenberg Andreas Schmidt ein Team geformt, dass in der Abschiedssaison zur Hochform aufläuft und in die Kreisoberliga aufsteigen könnte. Der EFC II ist auf einem guten Weg, diese Liga zu halten. Doch in der kommenden Saison kann nur ein Team des Vereins in der Ostbrandenburgliga spielen.

Im Nachwuchsbereich mit etwa zwölf Mannschaften verlaufe die Übernahme der Mannschaften laut Golla relativ reibungslos. Angestrebt werde mindestens ein Team in jeder Altersklasse und das möglichst auf Landesebene.

Golla, von Beruf Projektmanager eines Stahlzulieferers, sieht den FC Eisenhüttenstadt auf Kurs: "Wir werden jedem Fußballspieler im neuen Verein etwas anbieten können. Wir haben Mannschaften auf Landesebene, im Kreis und im Freizeitbereich. Jeder Verein bringt seine Traditionen ein, diese wollen wir auf jeden Fall erhalten. So gibt es weiter den Pfingstcup für den Nachwuchs, den Sommer-Cup um den Oderpokal, sowie die gewohnten Hallenturniere.

Dennoch räumt Golla ein, dass für diese Fusion bereits einige Hürden zu überwinden waren wie die Mitgliedschaften beim Kreis- und Landessportbund sowie beim Fußball-Fachverband oder den vorläufigen Freistellungsauftrag beim Finanzamt.

Golla: "Wir haben gewusst, dass diese Fusion keine leichte Aufgabe wird und in der Vorbereitung viel Zeit beansprucht. Die Vorstandsmitglieder haben alle ihre beruflichen Verpflichtungen und sind teilweise verantwortlich in den noch existierenden Vereinen. Ohne den FC Eisenhüttenstadt besteht die Gefahr, das der Fußball in Eisenhüttenstadt an regionaler Bedeutung verliert ." Dabei meint Golla angesichts der Konkurrenz von 30 Eisenhüttenstädter Sport- beziehungsweise Kulturvereinen vor allem die Gewinnung von Nachwuchs. Überregional spielende Mannschaften wie einst Stahl wären angesichts der strukturellen Entwicklung eher unrealistisch.

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