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Ahrensfelde rechnet mit mehr Einwohnern

 In Ahrensfelde - hier der Blick auf die Plattenbauten von Marzahn - werden in den kommenden Jahren viele neue Einfamilienhäuser sowie Zwei- bis Drei-Geschosser entstehen.
In Ahrensfelde - hier der Blick auf die Plattenbauten von Marzahn - werden in den kommenden Jahren viele neue Einfamilienhäuser sowie Zwei- bis Drei-Geschosser entstehen. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 08.05.2016, 08:00 Uhr
Ahrensfelde (MOZ) Beim Wohnungsmarkt wächst der Druck auf die Umlandgemeinden. Viele Familien wollen die Hauptstadt verlassen und "ins Grüne" ziehen. Durchaus eine Herausforderung für Städte und Gemeinden.

In Ahrensfelde könnten "in den nächsten fünf, sechs, sieben Jahren" bis zu 1400 Wohneinheiten entstehen. Dies würde einen Zuwachs um rund 3000 Einwohner bedeuten. Allein im "Innenbereich" liege das Potenzial bei 500 Wohneinheiten, so Andreas Knop. Der stellvertretende Bürgermeister beruft sich dabei auf eine Analyse des Kommunalen Nachbarschaftsforums, deren erste vorläufige Zahlen vorliegen. Diese hält die Kommune durchaus für realistisch. "Wir haben in den vergangenen zehn Jahren keine Baugebiete ausgewiesen, trotzdem ist die Einwohnerzahl jährlich um 100 Menschen gestiegen", so Knop.

Mit einem verstärkten Zuzug werden auch die Grundschule sowie das private Gymnasium in absehbarer Zeit an ihre Grenzen stoßen. Mehr Schüler seien dann unterzubringen, große Probleme werde es auch mit der Beförderung geben, hieß es. Relativ klar scheint aber schon zu sein, dass Ahrensfelde mindestens eine weitere Kinderbetreuungseinrichtung benötigt.

Fachbereichsleiterin Regina Schaaf stellte inzwischen dem Finanzausschuss "größere, zusammenhängende Bauflächen" vor, die in kommunalem Eigentum sind. Dabei handele es sich um "erste Überlegungen", wie die leitende Rathaus-Mitarbeiterin betonte.

In der Fichtestraße/Sportplatz hatte die Gemeinde ein rund 14000 Quadratmeter großes Grundstück angekauft, das als Gemeinbedarfsfläche ausgewiesen ist. Dieses könnte über einen B-Plan entwickelt werden, so Schaaf. Auch für eine 1600 Quadratmeter große Grünfläche an der Ulmenallee gebe es erste Ideen.

In Blumberg gibt es im Bereich Am Kietz eine 11 000 Quadratmeter große Fläche, die für eine Wohnbebauung genutzt werden könnte. An der Kleinen Bahnhofstraße wäre "ein Ortsteilzentrum in Kombination mit Wohnen" denkbar. Dort stehen 3100 Quadratmeter zur Verfügung. Auch die Errichtung eines Ärztehauses ist vorstellbar. An der Börnicker Straße in Elisenau ist Platz für vier Bauparzellen. Weitere vier Wohneinheiten gibt es im "Posthaus" am Eichenweg. In Lindenberg gibt es drei kommunale Grundstücke: an der Karl-Marx-Straße 48 (1500 Quadratmeter), im Bereich der Karl-Marx-Straße 18 (dort ist der Bau von zwei- und Drei-Geschossern möglich) sowie an der Wartenberger Straße. In Mehrow gibt es derzeit zwei Pachtgrundstücke am Blumberger Weg, die eine Größe von 500 Quadratmeter haben.

Einen besonders hohen Anteil an potenziellen Wohnbauflächen verzeichnet Eiche. Im hinteren Bereich der Dorfstraße 25/26 stehen 5700 Quadratmeter zur Verfügung, an der Dorfstraße 32 sind es 6800 Quadratmeter. "Dort ist eine kompakte Bebauung möglich", erklärte Fachbereichsleiterin Schaaf. Hinter dem Feuerwehrgebäude/Trauerhalle sind weitere 16 000 Quadratmeter verfügbar. Der Standort Saarstraße entwickle sich bereits gut. Es gebe viele Nachfragen von potenziellen Eigenheimbesitzern, hieß es.

Mark Matthies, sachkundiger Einwohner im Finanzausschuss, forderte, dass sich die Infrastruktur gleichermaßen entwickeln müsste. "Eine Kita wächst nicht von heute auf morgen aus dem Boden", erklärte der Vertreter der Freien Wählergemeinschaft. Der stellvertretende Bürgermeister Knop wies darauf hin, dass die Kommune beim Bebauungsplan relativ viel beeinflussen kann, beispielsweise Inhalt und Umfang. Im sogenannten Innenbereich seien die Eingriffsmöglichkeiten dagegen äußerst beschränkt. Auch bei der Verkehrsproblematik werde es schwierig, etwas zu machen, so Knop.

Das Thema Wohnen soll in den zuständigen Gremien weiter behandelt werden.

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Wolfgang Dr. Unger 09.05.2016 - 08:23:52

2,5 Jahre gewollte In trans sparen

Es ist schlicht ein Skandal, dass die Gemeindevertreter über die MOZ erfahren dürfen, über welch kommunales Bauflächenpotential verfügt! Frau Schaaf nennt allerdings die über 6ha im Baufeld Kirschenallee nicht, die an einen Investor verkauft werden sollen! Beispielhaft wird hier der seit Jahren praktizierte Arbeitsstil der Bauverwaltung demonstriert! Beispielhaft wird hier gezeigt, wer hier in der Gemeinde das Sagen hat. Nur auf Druck der Unabhängigen hat sich übrigens die Verwaltung bewegt!

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