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Funkmast soll nicht ans Netz gehen

© Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 09.05.2016, 07:20 Uhr
Werneuchen (MOZ) Die Bürgerinitiative "Sendemasten im Ort - Nein Danke" Werneuchen fordert die Nichtinbetriebnahme des Mobilfunkmastes an der Wegendorfer Straße.

In einem "Offenen Brief" bittet sie die Stadtverordneten, Bürgermeister Burkhard Horn (Linke) sowie die Untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Barnim dafür um Unterstützung. "Die Resonanz bei den Werneuchenern zu unserem Einwohnerantrag, für den wir derzeit Unterschriften sammeln, ist sehr groß", heißt es in dem Schreiben. Man wisse, dass viele Bürger verunsichert seien. Wissenschaftliche Studien belegten zudem, dass die Strahlenbelastung gesundheitliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus habe.

Eine Rücknahme der Baugenehmigung ist nach Auffassung der Bürgerinitiative durchaus möglich. Dies sei bereits in anderen Städten und Gemeinden praktiziert worden, beispielsweise in Stuttgart. Auch hätten Kommunalvertreter andernorts bereits beschlossen, dass Funkmasten in sensiblen Bereichen nicht errichtet werden können.

Eine solche "Tabuzone" sieht die Initiative auch in dem Standort an der Wegendorfer Straße. Dort befinde sich ein Sportplatz, auf dem Mädchen und Jungen ihren Schul- und Breitensport betrieben. Darüber hinaus gebe es zahlreiche Wohnhäuser, eine Schule, eine Kindertagesstätte sowie einen Jugendklub. Auch eine Tierproduktionsanlage stehe nicht weit entfernt. "Viele Anwohner und unsere Kinder werden teilweise in Augenhöhe bestrahlt", heißt es im "Offenen Brief" weiter.

Die Bürgerinitiative zitiert auch aus einer Pressemitteilung des Bundesamtes für Strahlenschutz aus dem Jahr 2001. Darin wird die Mobilfunkbranche scharf kritisiert. Sie hätte bei den Standortfestlegungen für neue Sendeanlagen viel früher die Landkreise und Kommunen einbinden müssen. Die Umgebung von Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Wohngebieten sollten nach dem Willen des Bundesamtes für Mobilfunkmasten tabu sein.

"Wir fühlen uns auf unseren Grundstücken durch die Mobilfunksendeanlage beeinträchtigt, weil einerseits mit gesundheitsgefährdender Hochfrequenzstrahlung und andererseits mit einer beträchtlichen Entwertung unserer Liegenschaften zu rechnen ist", schreibt die Bürgerinitiative. Für zukünftige sensible Baumaßnahmen werden abschließend mehr Sorgfalt im Genehmigungsverfahren durch die zuständigen Behörden sowie mehr Transparenz im Vorfeld eingefordert.

Welche Auswirkungen die eletromagnetische Strahlung auf die Gesundheit des Menschen hat, ist von der Wissenschaft gegenwärtig noch wenig erforscht. Mögliche Schädigungen des Körpers können jedoch auch nicht ausgeschlossen werden.

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pitti platsch 09.05.2016 - 17:49:11

Angst durch Unwissen!

"Viele Anwohner und unsere Kinder werden teilweise in Augenhöhe bestrahlt" Bitte nehmen Sie Ihren Kindern die Mobiltelefone weg und stecken als Mann ihr eigenes nie in die Hosentasche, das könnte sonst gefährlich ihr bestes Stück verstrahlen. Ich hoffe keiner der Mitglieder dieser Nimby-Bewegung hat daheim einen WLAN-Router stehen oder ein DECT in seinem Besitz, von Mobiltelefonen gar nicht zu reden. Der Mensch wird den ganzen Tag über mit elektrischen und magnetischen Feldern konfrontiert, insbesondere bei dem schönen Wetter, wo sich sicher auch viele dieser Herrschaften an den hochfrequenten Strahlen erfreuen.

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