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Oranienburgs Badestellen sollen schöner werden

Entspannung: Erste Besucher erholen sich bei diesem tollen Wetter bereits an der Oranienburger Badestelle am Lehnitzsee. Eine Aufwertung kann dem Bereich aber nicht schaden.
Entspannung: Erste Besucher erholen sich bei diesem tollen Wetter bereits an der Oranienburger Badestelle am Lehnitzsee. Eine Aufwertung kann dem Bereich aber nicht schaden. © Foto: MZV/Friedhelm Brennecke
Friedhelm Brennecke / 11.05.2016, 05:28 Uhr
Oranienburg (OGA) Die Stadtverwaltung wird bis Sommer kommenden Jahres prüfen, wie die offiziellen Badestellen am Lehnitzsee - der "Weiße Strand" in Lehnitz und der Badebereich nahe der Rüdesheimer Straße in Oranienburg - sowie am Grabowsee aufgewertet werden können. Die SPD-Fraktion hatte einen entsprechenden Prüfauftrag eingebracht, der in allen Fachausschüssen, den beiden Ortsbeiräten Lehnitz und Friedrichsthal und am Montagabend auch in der Stadtverordnetenversammlung einhellig Zustimmung fand.

Beim Lehnitzsee soll die von der Stadtverwaltung bereits 2006 beauftragte "Entwicklungskonzeption Lehnitzsee" mit in die Prüfung eingebunden werden. Neben der Entkrautung der Badestellen hält die SPD die Installation neuer Mülleimer und deren Entleerung an den Wochenenden während der Badesaison für wichtig. Auch über die Anlage von Wasser-Spielgeräten für verschiedene Altersklassen sollte nachgedacht werden, ebenso über einen separaten Badestrand für Hunde. Bei allen Überlegungen sind auch die Ideen des Jugendforums zur einer qualitativen Aufwertung der Badestellen einzubeziehen, heißt es in dem Antrag.

SPD-Fraktionschef Dirk Blettermann geht davon aus, dass der Prozess der Ertüchtigung der Badestellen sicher mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird. "Wir erwarten aber schon, dass im Haushalt 2018 konkrete Mittel für die erforderlichen Maßnahmen eingestellt werden", betonte er vor den Stadtverordneten.

Die große parteiübergreifende Einigkeit der Kommunalpolitiker ist sicher eine gute Basis dafür, dass das Thema vorangetrieben wird und die Badestellen schon bald einladender werden. "Allerdings gibt es einige große Probleme, die die Stadt allein nicht lösen kann", sagte Manfred Ulack (Linke), der sich in der Wasseragenda seit vielen Jahren mit dem Lehnitzsee beschäftigt. Oranienburg müsse mit dem Landesumweltamt, das über alle wichtigen Daten zum See verfüge, und der Bundeswasserstraßenverwaltung als Eigentümerin des Lehnitzsees Kontakt aufnehmen und die geplanten Maßnahmen abstimmen, so Ulack.

Eine gründliche Entkrautung der Badebereiche sei ebenso unumgänglich wie eine Bestandsaufnahme der Schilfgürtel und deren Sicherung. Auch das Thema Toiletten gehöre auf die Agenda, forderte Ulack. Detlef Appel (NPD) fragte, wie sicher denn der Lehnitzsee in puncto Kriegsaltlasten sei. Schließlich seien dort in den 1990er-Jahren zwei Blindgänger detoniert.

"Das ist ganz klar die Verantwortung des Bundes, auf seinem Eigentum für eine Beseitigung von möglichen Bomben zu sorgen", betonte Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD). Der Bundesverkehrsminister wisse das auch und könne sich nicht damit herausreden, dass der Bund nur für die Beseitigung reichseigener Munition zuständig sei. In dem Fall sei der Bund Zustandsstörer und müsse für eine Bombenbeseitigung sorgen. Eine systematische Kampfmittelsuche habe seines Wissens im Lehnitzsee bisher aber nicht stattgefunden, so der Bürgermeister. Das dürfte auch kaum möglich sein, gab Manfred Ulack zu bedenken, weil mögliche Bomben einfach zu tief im Gewässer versunken seien.

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