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Glienicke: Pläne für Jugendclub stoßen auf Kritik

Heike Weißapfel / 11.05.2016, 07:35 Uhr
Glienicke (OGA) Weniger Jugendclub für mehr Geld: Mit dem neuen Entwurf zeigten sich die Gemeindevertreter unzufrieden. Vor allem die zu einem schmalen Gang verkleinerte Terrasse stieß auf Kritik.

Eine neue, reduzierte Variante für den Jugendclub hat Ralf Nägele, Projektleiter bei der Architekturgesellschaft Numrich Albrecht Klumpp, den Gemeindevertretern am Montagabend präsentiert. Bei der L-Form, die sich um den Altbau der Grundschule herumgruppiert, bleibt es zwar. Auch der Eingang wird weiterhin im ersten Obergeschoss über eine lange geschwungene Rampe oder Brücke erreicht. Von einer Terrassenfläche mit Windfang zweigen Mehrzweck- und Aufenthaltsraum ab. Durch eine mit Betonstützen aufgeständerte Bauweise bleibt darunter eine Höhe von 2,65 Metern teilweise frei, die zum Abstellen von Rädern genutzt werden könnte. Ralf Nägele beschrieb den Club als Holzbau mit maximal sechs Meter langen Deckenbalken und dünnen Holzleisten für die Fassade, die nach und nach ein natürliches graues Aussehen annehmen soll. Eine langgestreckte Fensterbank aus dem vorherigen Entwurf ist ebenfalls vorgesehen. Die Kosten für den Neubau bezifferte Nägele mit 690 000 Euro. Dazu kämen 50 000 für den Umbau des Bestandsgebäudes in der Mitte. Ein paar weitere kleinere Einsparungen seien eventuell möglich. Ursprünglich vorgesehen waren 660 000 Euro.

Jugendarbeiter Andreas Brandt erklärte zum Grundriss, der Club wolle zugunsten eines größeren Mädchenraumes eher auf einen Abstellraum verzichten. Im Hinblick auf junge Flüchtlinge, die im Club künftig erwartet würden, müssten die Mädchen einen Rückzugsraum haben. Auch die Küche soll größer werden.

"Mir gefällt der Entwurf nicht", sagte der Gemeindevertreter Uwe Klein (SPD) deutlich. Schon die vorherige Variante, die am Montag nicht zum Vergleich vorlag, sei mit 185 Quadratmetern Fläche ein Kompromiss gewesen. "Jetzt reduzieren wir nochmal", so Klein. Thomas Bennühr (Piraten) störte wie viele andere, dass die nur noch 1,30 Meter breite Terrasse keine Aufenthaltsqualität mehr habe.

Es müssten entweder die Kosten oder die wesentlichen Elemente der Ausführung vorgegeben werden, so Bürgermeister Dr. Hans Günther Oberlack (FDP). Eine weitere Sitzung ist dafür jetzt eingeplant.

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