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Flößerfest erfindet sich neu

Am Finowkanal sowie auf dem Floßplatz stellen die Mitstreiter das alte Handwerk vor und laden unter anderem zum Wettflößen und Baumstammsägen ein.
Am Finowkanal sowie auf dem Floßplatz stellen die Mitstreiter das alte Handwerk vor und laden unter anderem zum Wettflößen und Baumstammsägen ein. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 13.05.2016, 08:00 Uhr
Schorfheide (MOZ) Mit einem Knaller beziehungsweise der Knallerei beginnt es. Bisher das Finale, diesmal der Auftakt: das Feuerwerk. Auch sonst gibt es einige Änderungen beim Flößerfest, das vom 15. bis 17. Juli steigt. Die Gemeinde Schorfheide stellte jetzt das neue Veranstaltungskonzept vor.

Wenn nicht jetzt, wann dann?, fragte sich die Gemeinde Schorfheide, Veranstalter des Finowfurter Flößerfestes. Nach der Jubiläumsausgabe, dem 20. Fest im vorigen Jahr, habe man die Konzeption - trotz allen Erfolgs - noch einmal einer kritischen Prüfung unterzogen, erklärten Bürgermeister Uwe Schoknecht und Ordnungsamtsleiterin Peggy Sydow bei der Pressekonferenz. Um stärker noch den Wünschen der Besucher gerecht zu werden und die Party zukunftsfähig zu gestalten. Schließlich hofft die Kommune auch in den nächsten Jahren auf großen Zuspruch. Eine Resonanz von um die 25 000 Gäste - über drei Tage - visieren die Organisatoren an.

Wobei Schoknecht und Sydow sogleich versicherten: Der unverwechselbare Charakter des Dorffestes, das Credo, soll erhalten bleiben. Ebenso wie die Tradition. Im Fokus stünden weiter die Flößer mit ihren Vorführungen und Wettbewerben. Etwa dem Baumstammsägen, dem Floßbau und Wettflößen. Der örtliche Flößerverein sei also nicht bloß Staffage oder Kulisse. "Immerhin waren es auch der Flößerverein und Schorfheider, die bestimmte Entwicklungen rund um den Finowkanal angestoßen und initiiert haben", wollte Schoknecht betont wissen.

Und so werden sich vom 15. bis 17. Juli bewährte Angebote mit neuen paaren. "Unser Fest soll familienfreundlicher und regionaler werden", umriss Peggy Sydow die wichtigste Veränderung. Eigens für Familien werde deshalb an der Alten Mühle ein Kinderbereich geschaffen. Mit eigener Bühne, Mitmachprogrammen, Moderation, Trampolin, Eisenbahn, Karussell und vielem mehr. So dürfen sich die jüngsten Besucher etwa auf eine Zaubershow freuen, auf den Auftritt der Kita "Spatzennest" oder das Theater Stolperdraht.

Auch im Ablauf gibt es Neuerungen. Lasershow und Feuerwerk, die sonst am späten Sonntagabend den Abschluss bildeten und die wegen des Zeitpunkts nicht ganz unumstritten waren, rücken an den Anfang. "Damit geht es jetzt am Freitag gegen 22.30 Uhr am Finowkanal los. Und anschließend darf getanzt werden. Über vier Stunden", so Sydow. Das Ganze bei freiem Eintritt. "Früher mussten Besucher ja an zwei Abenden extra bezahlen. Jetzt nur noch an einem, am Samstag", so die Cheforganisatorin.

Am Sonntagvormittag erwartet die Gäste eine Premiere. Schorfheide lädt zum ersten Flößerbrunch und Frühschoppen mit den "Original Schorfheidern". An der Tafel sei für etwa 100 Gäste Platz, warb Schoknecht schon mal.

Musikalisch halte man am bewährten Mix, Rhythmen für alle Altersklassen zu präsentieren fest, sagte Sydow weiter. So treten am Sonnabend auf der Bühne am Erzbergerplatz sechs Interpreten und Bands auf. Mit einem Programm von Schlager bis Rock 'n' Roll. Darunter ein Andreas-Gabalier-Double sowie Andreas Holm ("u. a. "Siebenmal Morgenrot") und Thomas Lück (u. a. "Kunigunde"), den älteren Semestern noch gut bekannt. Das Finale bestreiten diesmal die Teilnehmer des Entenrennens am Sonntagnachmittag.

"Insgesamt soll das Fest etwas kürzer und kompakter werden", fasste Sydow zusammen. Dies gelte auch für Flaniermeile in der Hauptstraße, wo die Organisatoren mehr Wert auf regionale Angebote legen. Allein für Kultur hat die Gemeinde laut Bürgermeister 2016 etwa 60 000 Euro in den Etat eingestellt. Feste Werberpartner unterstützen die Party, so dass der Zuschussbedarf - je nach Wetter und Resonanz - bei 15 000 bis 20 000 Euro liegt, so Schoknecht, der gespannt ist, wie die Neuerungen beim Publikum ankommen. Manches sei schon ein Wagnis.

Für das Flößerfest richtet die Barnimer Busgesellschaft wieder einen Shuttle-Service ein - ab Parkplatz Fachmarktzentrum.

Weitere Infos und das komplette Programm unter www.gemeinde-schorfheide.de

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