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Musikmuseum startet in Kaufhalle

Vorbereitung für das provisorische Musikmuseum: Thomas Jansen und Wolfgang Haas (r.) gestalten die Schaufenster der ehemaligen Nah&Gut-Kaufhalle.
Vorbereitung für das provisorische Musikmuseum: Thomas Jansen und Wolfgang Haas (r.) gestalten die Schaufenster der ehemaligen Nah&Gut-Kaufhalle. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Ruth Buder / 21.05.2016, 07:23 Uhr
Beeskow (MOZ) In die seit Wochen leerstehende Kaufhalle Nah&Gut zieht wieder Leben ein. Seit Freitag werkeln hier Thomas Jansen (62) und Wolfgang Haas (55): Sie richten eine Vorab-Ausstellung für das Beeskower Musikmuseum mit historischen, selbstspielenden Instrumenten ein. "Da wegen der Bauarbeiten auf der Burg das Musikmuseum erst im nächsten Jahr eröffnen kann, nutzen wir die ehemalige Kaufhalle dafür, den Bürgern einen Vorgeschmack zu geben", sagt Bürgermeister Frank Steffen.

Am Donnerstag war der Mietvertrag zwischen dem Förderverein Musikmuseum und der Beeskower Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (b.w.v.) abgeschlossen worden. Die b.w.v. habe sich redlich bemüht, hier wieder Handel anzusiedeln, sagte der Bürgermeister. "Aber es ist ausgesprochen schwierig, in dieser Innenstadtlage Interessenten zu finden."

Deshalb ziehen - vorübergehend - große Teile des Musikmuseums ein. "Auf den 300 Quadratmetern können wir etwa 20 bis 30 Instrumente zeigen", sagt Thomas Jansen, der ehemalige Besitzer der in Monschau (bei Aachen) angesiedelten Sammlung, die an die Stadt Beeskow verkauft worden war. Er und sein Mitarbeiter Wolfgang Haas ziehen demnächst nach Beeskow, um sich den Instrumenten und dem künftigen Museum widmen zu können.

Im hinteren Teil der Kaufhalle soll die Werkstatt eingerichtet werden, im vorderen werden die wertvollen Exponate stehen. Zur Langen Nacht Ende August soll das Teil-Museum eröffnet werden. "Wir werden nicht täglich den Zugang für einzelne Besucher gewähren können, aber stellen uns vor, zwei bis drei Mal in der Woche Führungen durchzuführen", berichtet Thomas Jansen.

Die Musikautomaten sind derzeit an verschiedenen Stellen in Beeskow gelagert. Ein Teil von ihnen bringen jetzt die beiden Männer peu á peu in die ehemalige Kaufhalle. Außerdem gestalten sie die Schaufenster, um auf die Exposition aufmerksam zu machen.

Zu sehen sind dann Ende August das Große Sinfonie-Jazz-Orchestrion aus den 1920er Jahren oder das Walzen-Orchestrion, das um 1900 gebaut worden ist, sowie Grammophone und Spieldosen. Thomas Jansen und sein Kollege können die Instrumente nicht nur vorführen und viel über ihre Herkunft erzählen, sie sind auch in der Lage, diese zu reparieren.

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