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Klettern in luftiger Höhe

Endspurt: Geschäftsführer Oliver von Halász mit einem Plan des Geländes an der Nikolaus-Otto-Straße in Rehberge. Im Hintergrund ist bereits der Kletterturm für die Erwachsenen zu sehen.
Endspurt: Geschäftsführer Oliver von Halász mit einem Plan des Geländes an der Nikolaus-Otto-Straße in Rehberge. Im Hintergrund ist bereits der Kletterturm für die Erwachsenen zu sehen. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 21.05.2016, 08:00 Uhr
Bernau (MOZ) Eine neue Attraktion für die Hussitenstadt: Voraussichtlich im Juli wird der erste Kletterpark in Bernau eröffnet - an der Nikolaus-Otto-Straße in Rehberge.

Wenn Oliver von Halász über das rund 6000 Quadratmeter große Gelände hinter dem OBI-Baumarkt blickt, sieht er zufrieden aus. In den vergangenen Wochen haben er und die Mitarbeiter von beauftragten Firmen bereits viel geschafft. Die Fläche ist gestaltet, die Klettertürme stehen und das Ausrüstungs- und Schulungshaus ist fast fertiggestellt. "Trotzdem ist noch einiges zu tun", sagt der Diplom-Ingenieur. Im Juli, wenn die Sommerferien beginnen, soll schließlich der Betrieb starten. Dann können die Bernauer nicht nur klettern, sondern sich auch im Bogenschießen ausprobieren oder eine Tour mit dem Segway unternehmen. Über reichlich Erfahrung in diesem Freizeitbereich verfügt Halász. Bis 2014 betrieb er fünf Jahre die Kletteranlage in Hobrechtsfelde. Der Pachtvertrag wurde dann nicht verlängert. "Wir haben lange nach einem Grundstück gesucht und sind dann durch Zufall in Bernau fündig geworden", berichtet der Geschäftsführer der Vectoura GmbH.

Die Kinderanlage verfügt über 24 Elemente, die beiden Plattformen befinden sich in Höhen von 1,10 Meter und fünf Meter. Sie könnte bei Bedarf nach oben erweitert werden. Die Anlage sei für Mädchen und Jungen ab vier Jahre konzipiert, so von Halász.

Im Turm für die erwachsenen Kletterer gibt es in der Mitte einen zentralen Aufstieg. "In den Seilen" hängen sie in fünf und zehn Meter Höhe. Hier ist noch eine Erweiterung nach unten möglich. Zwischen beiden Anlagen gibt es zudem eine Verbindung. In der ersten Ausbaustufe gibt es insgesamt 72 Kletterelemente, sie können später auf 120 erweitert werden.

Die Sicherheit steht im Kletterpark natürlich im Mittelpunkt. Das System arbeitet nach dem Toprope-Standard, der ein unbeabsichtigtes Aushängen verhindert. Ein weiterer Vorteil der Anlage: es gibt keinen "Zwangsweg", der genommen werden muss. "Jeder kann frei wählen, wo er klettern will", betont von Halász. Zusätzlich zu den Türmen ist auch eine Riesenschaukel geplant, die einen freien Fall aus zehn Meter Höhe ermöglicht.

Zum Angebot an der Nikolaus-Otto-Straße gehört ferner auch das Bogenschießen. Zwei Anlagen, je eine für Kinder und Erwachsene, wird es ab Sommer geben. "Bei dem Sport werden Konzentration, koordinative Fähigkeiten und die Rückenmuskulatur gleichermaßen geschult", sagt der Vectoura-Geschäftsführer.

Segway-Touren werden ebenfalls vom Gelände in Rehberge aus starten. Das Brett mit zwei Rädern und einer Lenkstange bewegt sich allein durch die Bewegungen des eigenen Körpers. In großen Städten werden mit dem elektrisch betriebenen Segway bereits Rundfahrten angeboten. "Das Fahren ist relativ schnell erlernbar und es macht großen Spaß", weiß von Halász aus Erfahrung.

Nach dem Unternehmens-Motto "Einer für alle, alle für einen" will der Diplom-Ingenieur, der seit 2006 in Bernau lebt, auch etwas für Menschen mit einem Handicap tun. Ähnlich wie beim selbstbalancierenden Segway können sich Rollstuhlfahrer in ein sogenanntes Genny setzen und in der Landschaft herumfahren. Jede einzelne Bewegung des Oberkörpers wird dabei in eine tatsächliche Fahrbewegung umgewandelt. Die Fahrzeuge können natürlich auch gemietet werden - von Vereinen, Firmenmitarbeitern oder Freunden.

"Im Gegensatz zu Hobrechtsfelde haben wir in Bernau eine gute Anbindung", rechnet sich von Halász gute Chancen für seine 650 000 Euro-Investition aus. Zudem gebe es in der Region nur wenige Mitbewerber. Er hoffe außerdem auch auf viele Gäste aus Berlin. Zunächst startet der Betrieb mit ein, zwei festangestellten Mitarbeitern und rund 20 Pauschalkräften.

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