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Das Hostel wird im Herbst eröffnet. Im Inneren ist das Haus nach wie vor eine große Baustelle.

Polonia-Eröffnung verschoben

Baustelle "Polonia": Bauunternehmer Joachim Herrmann (r.) informiert die Besucher über den Stand der Bauarbeiten im Haus.
Baustelle "Polonia": Bauunternehmer Joachim Herrmann (r.) informiert die Besucher über den Stand der Bauarbeiten im Haus. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 23.05.2016, 06:47 Uhr - Aktualisiert 23.05.2016, 10:11
Frankfurt (Oder) (MOZ) Viele Frankfurter erkundeten am Sonnabend zum Tag der Städtebauförderung Altberesinchen. Mark Isken, Leiter der Sanierungsstelle im Rathaus, erläuterte zunächst, seit 1990 seien 12,4 Millionen Euro von Bund, Land und Stadt als Unterstützung für die Gebäudesanierung sowie 5,8 Millionen Euro für Straßen und Plätze in Altberesinchen geflossen. "Die größten Investitionen mussten aber die Besitzer der sanierten Häuser stemmen", betonte er.

Nach einer Besichtigung der Oberschule "Heinrich von Kleist" sagte Schulleiterin Ursula Länger, es sei zwar schön, in so einem alten Gebäude zu unterrichten, das Haus habe aber auch seine Tücken. So gebe es nur 19 Klassenräume, der Bedarf sei jedoch viel größer. Eine Lösung solle ein Anbau hinter der Schule an der Görlitzer Straße bringen, hoffe sie.

Großes Interesse gab es für den Ausbau des einstigen "Polonia" zum Hostel, das extra für diesen Tag geöffnet wurde. Der Berliner Eigentümer hatte im August 2014 gegenüber der MOZ erklärt, das Hostel werde auf jeden Fall 2015 eröffnet - aber im Inneren ist das Haus nach wie vor eine große Baustelle. "Wir hoffen, Ende September fertig zu sein", erklärte jetzt Bauunternehmer Joachim Herrmann, "allerdings ist es ein altes Gebäude und da gibt es immer Unwägbarkeiten."

Ebenfalls saniert wird der Vier-Jahreszeiten-Brunnen auf dem Leipziger Platz. "Mit den wenigen Mitteln wollen wir das beste Ergebnis erzielen", sagte Sanierungsspezialist Torsten Weiß. "Alte Graffiti kann man nicht einfach mit Chemie entfernen." Außerdem sei der Brunnen - warum auch immer - mit Eiern beworfen worden. "Diese Spuren kann man wohl nicht restlos beseitigen." Momentan wird der Brunnen wasserdicht gemacht und dann mit einer Folie - ähnlich der in einem Schwimmbad - ausgekleidet.

Neues, wenn auch noch vorsichtig verkündet, gibt es auch von der Fürstenberger Straße 31. "Es gibt einen Interessenten, der das Gebäude mit der alten Fleischerei kaufen will", sagte Mark Isken. Gegenüber solle auch der Parkplatz erneuert und etwas vergrößert werden. Dezernent Markus Derling wünschte sich, dass die alte Lebendigkeit des Stadtteils wiederkommt. "Das aber kann nur ein Gemeinschaftswerk sein", betonte er.

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