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Marlen Rost gewählt

Zwei "Amtierende": Die Noch-Kämmerin des Amtes Odervorland, Marlen Rost, löst am 1. Oktober den Noch-Amtsdirektor, Peter Stumm, auf seiner Position ab.
Zwei "Amtierende": Die Noch-Kämmerin des Amtes Odervorland, Marlen Rost, löst am 1. Oktober den Noch-Amtsdirektor, Peter Stumm, auf seiner Position ab. © Foto: MOZ
Andreas Wetzel / 23.05.2016, 21:06 Uhr
Briesen (MOZ) Das Amt Odervorland bekommt am 1. Oktober erstmals eine Chefin: Mit dem klaren Ergebnis von 5:1 Stimmen wählte der Amtsausschuss am Montagabend die bisherige Kämmerin Marlen Rost zur Nachfolgerin von Peter Stumm, der im Jahr 1992 Amtsdirektor geworden war.

Ein Wahlgang genügte den sechs Mitgliedern des Amtsausschusses, um zu einer Entscheidung zu kommen. Ulrich Schröder, der den erkrankten Jörg Bredow als Vorsitzender vertrat, verkündete eine Stimme für die Bewerberin Claudia Possardt und fünf Stimmen für Marlen Rost; die dritte Bewerberin, Iris Frackowiak, ging leer aus.

Der Amtsausschuss legte sich damit auf die Seiteneinsteigerin im Amt fest, die erst im Februar 2015 als Kämmerin in Briesen angefangen hatte und zwischenzeitlich zur Leiterin des neuen Amtes für Zentrale Dienste und Finanzen aufgestiegen ist. Marlen Rost setzte sich gegen zwei Bewerberinnen durch, die ebenfalls "Heimspiel" hatten: Sowohl Iris Frackowiak, die stellvertretende Amtsdirektorin des Amtes Lebus, als auch Claudia Possardt, kommen aus Pillgram. Possardt war Kämmerin in Frankfurt (Oder) und ist inzwischen in der Landesverwaltung in Potsdam tätig. Alle drei Kandidatinnen hatten sich seit Beginn der - nichtöffentlichen - Amtsausschusssitzung den Fragen der Gremiumsmitglieder gestellt. Die eigentliche Wahl war dann zwar geheim, fand aber in öffentlicher Sitzung in der Schulaula statt.

Der bisherige Amtsinhaber Peter Stumm hatte frühzeitig durchblicken lassen, dass er nach drei Amtsperioden, sprich dreimal acht Jahren, kein Interesse an einer erneuten Wiederwahl habe. Andernfalls hätte der Amtsausschuss ihn bereits in seiner Februarsitzung für eine vierte Amtsperiode bestätigen können - ohne die Position ausschreiben zu müssen.

So aber bleibt Peter Stumm nur noch bis zum 30. September Hauptverwaltungsbeamter des Amtes Odervorland. Das musste nun doch eine Stellenanzeige aufgeben, in der auch die fachlichen Voraussetzungen eines Amtsdirektors aufgelistet waren: Anders als beim direkt von den Bürgern gewählten hauptamtlichen Bürgermeister muss ein Amtsdirektor laut Kommunalverfassung mindestens die Befähigung zum gehobenen allgemeinen Verwaltungs- oder Justizdienst oder eine vergleichbare Qualifikation vorweisen.

In Briesen waren dem Vernehmen nach elf Bewerbungen eingegangen; aus diesem Stapel wurden drei Kandidatinnen - auch das war bis Montagabend eine streng vertrauliche Angelegenheit - zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

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