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Sommerfelder Störche verewigt

Adebars Freunde unter sich: Dr. Irmgard Kirchner, die Weißstorch-Betreuer Dr. Rainer Herrmann und Roland Heigel sowie Norbert Kirchner (von links nach rechts) präsentieren die schmucke Info-Tafel.
Adebars Freunde unter sich: Dr. Irmgard Kirchner, die Weißstorch-Betreuer Dr. Rainer Herrmann und Roland Heigel sowie Norbert Kirchner (von links nach rechts) präsentieren die schmucke Info-Tafel. © Foto: MZV
Robby Kupfer / 26.05.2016, 09:10 Uhr
Sommerfeld (OGA) Diese Zahlen sind höchst imposant. Seit 1972 ist das Storchennest am Löwenberger Weg 5 in Sommerfeld jedes Jahr von Adebaren besetzt. In den vergangenen 43 Jahren wurden allein auf diesem Horst 107 Jungstörche flügge.

Dank Norbert und Dr. Irmgard Kirchner ist jedoch der Sommerfelder Horst nicht nur der wahrscheinlich älteste ständig besetzte, sondern auch einer der am besten dokumentierten in ganz Oberhavel. Die Bewohner des Hauses am Löwenberger Weg 5, einer bereits 1953 stillgelegten Bäckerei, warten jedes Jahr sehnsüchtig auf die Ankunft ihrer Störche, nehmen Anteil am Schicksal der Jungvögel und freuen sich, wenn im Spätsommer wieder flügge gewordene Adebare aus Sommerfeld gen Süden ziehen. Schon seit langem schmückt die Hausmauer ein selbst angefertigter Infokasten, der die Historie des Nestes und die jährlichen Bruterfolge dokumentiert.

Dass der Kasten seit Mittwoch durch ein funkelnagelneue, fast mannshohe Storchentafel ergänzt wird, ist dem Neuruppiner Weißstorch-Betreuer Dr. Rainer Herrmann zu verdanken. Dieser hatte im vergangenen Jahr beim Sommerfelder Sägewerk Siering nach Brettern für ebensolche Dokumentationstafeln angefragt und war reichhaltig beschenkt worden, allerdings unter der Maßgabe, dass eines der Bretter für die Sommerfelder Adebare reserviert werden sollte. "Dem habe ich gern zugestimmt", betont Herrmann. Zusammen mit dem für den Altkreis Oberhavel zuständigen Storchenbetreuer Roland Heigel und den Kirchners wurde bestimmt, welche Daten auf die Tafel übertragen werden sollen. Handwerklich ausgeführt wurde das Exemplar von Mitarbeitern der GAB Protzen.

Mittwochnachmittag, zur Übergabe an die Familie Kirchner, zeigten sich die eigentlichen Adressaten der Tafel in Bestform. Mit fröhlichem Geklapper aus dem Horst, der auf einem ausgedienten Strom-Mast steht, wurde die Zeremonie begleitet. Seit dem 18. April ist der Sommerfelder Horst besetzt, beide Vögel kamen nahezu zeitgleich an. "Unsere Störche gehören traditionell zu den Spätankommern", bemerkt Norbert Kirchner. Seit zwei Tagen, so ist er sich ziemlich sicher, ist der Nachwuchs geschlüpft und wird fleißig gefüttert. So kann wohl auch dieses Jahr die Erfolgsgeschichte der Sommerfelder Störche fortgeschrieben werden. Auf der Storchentafel wurde jedenfalls klugerweise gleich noch Platz für weitere 15 Jahre gelassen.

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