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Solidarität mit Flüchtlingen: Gut 150 Menschen demonstrierten gegen Fremdenfeindlichkeit.

Demo am Kino nach Angriffen auf Flüchtlinge

Unter den rund 150 Teilnehmern der friedlichen Kundgebung am Lichtspieltheater der Jugend waren auch viele Flüchtlinge. Sie sangen und tanzten gemeinsam mit den anderen Demonstranten und riefen unter anderem "Vielen Dank, Deutschland!"
Unter den rund 150 Teilnehmern der friedlichen Kundgebung am Lichtspieltheater der Jugend waren auch viele Flüchtlinge. Sie sangen und tanzten gemeinsam mit den anderen Demonstranten und riefen unter anderem "Vielen Dank, Deutschland!" © Foto: MOZ
Thomas Gutke / 04.06.2016, 06:50 Uhr - Aktualisiert 04.06.2016, 15:28
Frankfurt (Oder) (MOZ) Gut 150 Menschen demonstrierten am Freitagnachmittag am Lichtspieltheater der Jugend friedlich gegen rechte Gewalt und Fremdenfeindlichkeit. Dazu aufgerufen hatte das Bündnis "Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)". An der nahen Straßenbahnhaltestelle waren am 23. Mai mehrere Asylbewerber angegriffen worden. Dazu hatte eine Gruppe neben dem Alten Kino rechte Parolen gerufen. Im nicht weit davon entfernten Wohngebiet wurde zudem am 11. Mai ein syrischer Flüchtling in einem Fahrstuhl zusammengeschlagen. "Wir sind heute hier, weil Menschen aus unserer Stadt von rassistischen Gewalttaten betroffen sind", machte Bündnissprecher Janek Lassau deutlich. Dem müsse man aktiv und mit Zivilcourage entgegentreten. Raef El-Ghamri vom Integrationsbeirat beklagte, dass Polizei, Politik und Medien "das Problem dem Alkohol zuschieben statt dem Rassismus".

Direkt gegenüber auf dem Platz der Republik versammelten sich während der Kundgebung zirka 20 rechte Gegendemonstranten. Die Polizei sicherte den Veranstaltungsort mit mehr als einem Dutzend Beamten ab.

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O. Berg 08.06.2016 - 07:56:36

@Ernst Haft - "...arbeitsscheue Suffköppe...."

Ich zitiere nochmal Ihren Kommentar "Das waren wahrscheinlich nur die arbeitsscheuen Suffköppe, die sich dort jeden Tag versammeln." In diesen, Ihrem Satz, gibt es wohl keinen interpretierbaren Spielraum. Es ist und bleibt eine mutmaßende und beleidigende Pauschalisierung der dort täglich anwesenden Personen - Punkt.

Ernst Haft 05.06.2016 - 19:06:12

@O. BERG/UWE KITSCHKE

@O. BERG Faszinierend, was Sie alles in meinen Satz hineininterpretieren. Ich äußerte mich weder pauschal über Gegendemonstranten, noch pauschal über Arbeitssuchende. @UWE KITSCHKE Thema verfehlt. Bei dieser Demo in Frankfurt ging es um einen Vorfall in Frankfurt. Wenn Sie sich eine Demonstration mit tausend verschiedenen Themen wünschen, gehen Sie nach Dresden. Dort wird gegen so ziemlich alles und jeden demonstriert und am Ende weiß keiner mehr, worum es eigentlich ging.

Uwe Kitschke 05.06.2016 - 18:06:01

etwas vergessen, oder?

Ich finde es gut wenn gerade junge Menschen gegen Gewalt demonstrieren und ich halte es ihrer noch fehlenden Lebenserfahrung zu Gute, das sie wieder mal einiges vergessen haben. Wo sind die eindeutigen Aussagen gegen Gewalt wenn deutsche Frauen in Kölln oder Düsseldorf belästigt werden, oder haben diese selbst Schuld weil sie sich unangemessen in der Öffentlichkeit bewegen ? Wo ist die Forderung nach aktiver Überwachung der Moschen durch unsere ach so friedlichen moslemischen Mitbürger wenn Hunderte Islamisten in diesen zum Mord angeworben werden und der IS unterstützt wird, wir können da nichts tun, sonst ist ja gleich die Religionsfreiheit verletzt ?

O. Berg 04.06.2016 - 20:15:03

Unsachliche und arrogante Haltung

Ich würde gerne sehen ob Sie den Mut besitzen würden, Ihre Äußerungen in Gegenwart der von genannten Personengruppen nochmals zu wiederholen. Nach Ihrer Lesart sind Meinungsgegner/ Gegendemonstranten scheinbar pauschal den Alkoholikern, Arbeitslosen oder anderen von der Gesellschaft ausgegrenzten Randgruppen und arbeitslosen Alkoholiker ebenso der rechten Szene zuzuordnen. Ihr Kommentar zeigt sich eine wohl nicht zu überbietenden Arroganz, Arbeitslose pauschal als Suffköppe zu bezeichnen. Diese Menschen, die sich täglich dort vor dem alten Kino treffen, haben genau wie Sie ein Bedürfniss und ein Recht, sich im öffentlichen Raum mit anderen Menschen zu treffen. Unbestreitbar wird dort auch Alkohol konsumiert und von manchen mehr als ihnen gut tut. Unbestreitbar kommt es in diesen Kreisen leider auch häufiger zu Auseinandersetzungen. Diese Menschen haben oft kaum Interesse am politischen Leben und gehören auch häufig auch den sog. bildungsfernen Schichten an, denen leider in dieser Gesellschaft ein normales Leben verwehrt bzw. nicht ermöglicht ist. Auch ich könnte mir dort vor dem Kino ein anderes Bild vorstellen aber wir sollten diese Szenerie auch als massive Kritik an dieser Gesellschaftsordnung verstehen. Das alte Kino mit seinem morbiden Charme und seiner zerfallenden Fassade bietet dazu genau die richtige Kulisse für den Zerfalls dieser Gesellschaft und deren Opfer, die davor ihre Befindlichkeiten zeigen und äußern.

Ernst Haft 04.06.2016 - 11:14:17

Gegendemonstranten

"Direkt gegenüber auf dem Platz der Republik versammelten sich während der Kundgebung zirka 20 rechte Gegendemonstranten." Das waren wahrscheinlich nur die arbeitsscheuen Suffköppe, die sich dort jeden Tag versammeln.

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