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Paddler schnell zu Fuß

Kai Beißer / 05.06.2016, 19:52 Uhr - Aktualisiert 05.06.2016, 19:54
Beeskow (MOZ) Der elfjährige Fabian Strauß vom KSC Straus-berg, Ronald Lehmann (23) aus Friedland und Marco Terei aus Bad Freienwalde sind die Sieger beim 5. Beeskower Altstadtlauf. Die schnellsten Schulmannschaften kamen vom Rouanet-Gymnasium der Kreisstadt und von der Schule des Friedens in Görzig.

Es war sehr warm an diesem sommerlichen Sonntagvormittag - fast schon ein bisschen zu warm für das kleine Lauf-Jubiläum im Rahmen des dreitägigen Festes in der Beeskower Altstadt. So suchte denn auch Fabian Strauß gleich ein schattiges Plätzchen, nachdem er als Allererster den Zielbogen neben dem Marktplatz durchquert hatte. Der elfjährige Leichtathlet vom KSC Strausberg siegte nach 2500 Metern und 9:40 Minuten, schnappte sich einen Getränkebecher und ein Stück Melone.

Sein zwei Jahre älterer Bruder Tobias wurde Dritter (10:08), die Eltern Anke und Ronald Strauß absolvierten später gemeinsam die 5 Kilometer (27:15). "Wir sind schon am Sonnabend hierher gekommen, haben auf dem Campingplatz am Spreepark gezeltet", erzählte Fabian - ein Familienausflug der ganz besonderen Art.

Für die Läufer, die den Temperaturen trotzten, gab es reichlich Applaus und Anfeuerungsrufe vom Publikum, das in den Hofeinfahrten und Hauseingängen ein wenig Schutz vor der Sonne fand oder beim Bäcker ein spätes Frühstück genoss.

Einer hielt sich - verständlicherweise - besonders auffällig im Schatten auf: Lars Kockjoy, der im Kostüm des Dicken Turms steckte und als Lauf-Maskottchen die Finisher begrüßte. "Mein Getränk habe ich hinten im Rucksack, aber da komme ich nicht ran", beschrieb das Mitglied des Organisations-Teams der Leichtathleten von Preußen Beeskow seine etwas missliche Lage.

Zu den Helfern bei der fünften Auflage des Altstadtlaufes gehörten auch wieder Polizei und Feuerwehr, die vor allem an den neuralgischen Punkten der gesperrten Innenstadt im Einsatz waren. "Ärger gab es keinen, die meisten Autofahrer sind durchaus einsichtig", sagte Torsten Glauche von der Ortsfeuerwehr Radinkendorf. "Und dann ist es ja auch so: Wie man in den Wald hineinruft ..."

Ein paar Meter weiter bereitete sich ein Septett vom Feuerwehrverein des kleinsten Beeskower Ortsteils auf den 5-km-Wettbewerb vor. Zum ersten Mal gingen die Radinkendorfer - Dominik Krüger, Fußballer bei den C-II-Junioren der Preußen, war mit 13 Jahren der Jüngste, Corinna Lenhardt mit 42 die Älteste - in der Vereinswertung an den Start.

Gar zu elft waren die Pulsdriver von der DrachenbootAbteilung. "Wir haben dreimal gemeinsam trainiert", erzählte Monique Lamm (29), die zu den Gründungsmitgliedern gehört, seit zwei Jahren in Berlin arbeitet und wohnt. Lohn der Mühen: Die Paddler gewannen den Vereinspokal - die fünf Schnellsten kommen in die Wertung - vor den Leichtathleten und dem Schlaubetal-Marathon-Verein Eisenhüttenstadt.

Bei den Firmen triumphierte zum dritten Mal in Folge die BSG Sparkasse Oder-Spree, während bei den weiterführenden Schulen die Freie Montessori Oberschule Hangelsberg nach zwei Jahren vom Rouanet-Gymnasium entthront wurde. Gewertet werden hier die besten Drei. Zur Gewinner-Mannschaft gehörte auch Elftklässlerin Marie-Antonia Schwebe, die nach der Siegerehrung gleich wieder im Festzelt Platz nahm, wo sie anschließend mit dem Beeskower Jugendblasorchester musizierte. "Meine Klassenlehrerin Anja Bartz ist auch meine Sportlehrerin, und sie hat mich bisher jedesmal zum Mitlaufen animiert", sagte der 15-jährige Lindenbergerin, die seit der 3. Klasse Saxofon spielt.

Schnellster Einzelstarter über die 5 Kilometer war derweil der 23 Jahre alte Ronald Lehmann - ein Hobbyläufer aus dem Friedländer Ortsteil Lindow, der in 17:57 als einziger unter der 18-Minuten-Grenze blieb und dabei etliche etablierte Leichtathleten düpierte.

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