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Ganz nach Ribbecks "Beer"

Junge Schreibende: Aus den Briefen an Fontane, die in Menz entstanden sind, wurden zwölf eingereicht. Die Verfasser standen am Donnerstag auf der Freilichtbühne hinterm Schulhaus.
Junge Schreibende: Aus den Briefen an Fontane, die in Menz entstanden sind, wurden zwölf eingereicht. Die Verfasser standen am Donnerstag auf der Freilichtbühne hinterm Schulhaus. © Foto: MZV
Mandy Oys / 09.06.2016, 23:30 Uhr
Menz (GZ) Ein Kirschbaum mit Wunderkräften steht im Mittelpunkt der Geschichte, für die Rhea Knaak jetzt den Fontane-Preis für junge Schreibende bekommen hat. Die Schülerin aus Altlüdersdorf ist die Drittplatzierte des von der Theodor-Fontane-Gesellschaft ausgelobten Wettbewerbs und die einzige Oberhavelerin auf dem Podium. Ein Sonderpreis ging an Mitschüler Matti Rodrian.

Einen Brief an Fontane zu schreiben, war die Aufgabe, die den Schülern in Ostprignitz-Ruppin und an allen nach Fontane benannten Schulen deutschlandweit gestellt worden war. 126 Arbeiten sind laut Uta Bartsch von der Fontane-Gesellschaft eingegangen, 92 verfassten Grundschüler. Die Dritt- bis Sechstklässler arbeiteten unter dem Motto "Es muss nicht immer Birne" sein, Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland stand beispielhaft für die Arbeiten. Es galt einen Brief zu schreiben, der von Obst und von einer guten Tat handelt.

Rheas Idee: Der Kirschbaum im Garten eines kleinen Mädchens ließ sich nicht von einem Fremden ausgraben, sondern warf den Mann über den Zaun. Die Früchte des Baumes konnten so auch die Kinder des Mädchens noch probieren. Matti Rodrian, der einen Sonderpreis bekam, machte ein Früchtefest zum Inhalt seines Briefes an Fontane, das Vorläufer eines Dorffestes war und Menschen eines Ortes so über Jahrzehnte miteinander verband.

Neben Rhea Knaak und Matti Rodrian (beide Klasse drei) sandten die Menzer Schüler Mara Gürtler, Lucienne Marschner, Leon Rook, Grete Nägel, Sophie Pinck, Fritz Prieb, Paula Kallies, Hanka Schalinski, Helene Gebauer und Anna-Lena Vergin ihre Arbeiten zum Wettbewerb ein und erhielten eine Teilnahmeurkunde. Während der Übergabe auf der Freilichtbühne der Schule würdigte Uta Bartsch auch die Verfasser, die den ersten und zweiten Preis bekommen hatten. Beide sind Fünftklässler der evangelischen Schule in Neuruppin. Der Sieger nahm Theodor Fontanes Ballade vom Herrn von Ribbeck beispielgebend und dichtete in ähnlichem Stil. Alle prämierten Arbeiten wurden vorgelesen, die Menzer saßen am Vormittag selbst am Mikrofon und lasen vor dutzenden Schulkameraden.

Rhea und Matti waren unter den besten jungen Schreibenden aus zehn Ostprignitz-Ruppiner Schulen, aus Ludwigfelde, Perleberg und der eigenen Menzer Einrichtung. Leicht habe es die Jury nicht gehabt, sagte Uta Bartsch. Irmgard Schweinitzer und Monika Fischer von der Theodor-Fontane-Gesellschaft und Fontane-Buchhändlerin Ilona Kolar wäre die Entscheidung so schwer gefallen, dass neben den drei ersten Plätzen schließlich weitere fünf Sonderpreise vergeben wurden. Sachpreise waren Bücher - unter anderem John Maynard -, Gutscheine für die Neuruppiner Fontane-Buchhandlung und die Anstecknadel mit dem Raben, dem Maskottchen der Fontane-Festspiele. Allen zwölf Schüler übergab die Menzer Schulleiterin Angela Stegemann schließlich ein Notizbuch - für ihre nächsten Briefe und Gedichte.

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