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Hans-Georg Köhler bleibt Amtsdirektor

Gratulation: Amtsausschussvorsitzender Fritz Matheus (r.) übergibt Amtsdirektor Hans-Georg Köhler Blumen
Gratulation: Amtsausschussvorsitzender Fritz Matheus (r.) übergibt Amtsdirektor Hans-Georg Köhler Blumen © Foto: MOZ/Caroline Reul
Caroline Reul / 15.06.2016, 06:45 Uhr
Neuzelle (MOZ) Der Neuzeller Amtsausschuss hat Hans-Georg Köhler einstimmig als Amtsdirektor wiedergewählt. Im Dezember beginnt somit die vierte Amtsperiode des 58-Jährigen. Für die nächsten acht Jahre hat er bereits Pläne.

Ganz überraschend kam es nicht, dass der Amtsausschuss Amtsdirektor Hans-Georg Köhler am Montag wiederwählte. Hatten sich die Abgeordneten doch bereits in ihrer zurückliegenden Sitzung nach Diskussion unter Ausschluss der Öffentlichkeit dafür entschieden, den Posten nicht auszuschreiben. Der "Chef", wie er von seinen Mitarbeitern genannt wird, blieb also der einzige Kandidat. Letztlich fiel die geheime Wahl sogar einstimmig zugunsten des Treppelners aus.

"Ich danke Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen. Ich habe mir reiflich überlegt, ob ich noch einmal antrete", hatte Hans-Georg Köhler in seinem Bericht vor der Wahl gesagt. "Aber wir haben so viele Dinge begonnen, die es noch zu beenden gilt, deshalb habe ich mich dafür entschieden", erläuterte er seine Beweggründe auch nach 24 Jahren noch einmal für weitere acht Jahre zu verlängern.

Gleichzeitig warf der 58-Jährige einen Blick zurück auf die vergangene Amtsperiode, die offiziell erst am 4. Dezember nach acht Jahren endet. Er erinnerte an die Wirtschaftskrise von 2008 und den daraus resultierenden Konjunkturpaketen der Bundesregierung. Mit diesen sei es unter anderem möglich gewesen, in den Kindereinrichtungen im Amtsgebiet umfangreiche Sanierungsarbeiten an den Sanitäranlagen vorzunehmen. Die Entwicklung eines Gefahrenabwehrplans ebenso wie die erfolgreiche Nachwuchsgewinnung bei den Freiwilligen Feuerwehren, die Anschaffung neuer Einsatzwagen und den Neu- und Um- und Ausbau einzelner Feuerwehrgerätehäuser bewertete er als positiv. Außerdem ist es 2013 gelungen, den Titel "Staatlich erkannter Erholungsort" zu verteidigen und gerade im vergangenen Jahr die vier Eröffnungsbilanzen für Amt und Gemeinden fertigzustellen.

Besonders hob er hervor, dass die enge Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Kommunalpolitikern immer besser funktioniere. Auch die nächsten Jahre werde diese eine wesentliche Rolle spielen, besonders auch in Hinblick auf die bevorstehende Verwaltungsstrukturreform. "Wir müssen eine zeitgemäße Verwaltung etablieren, die dem Amt und der Gemeinde Neuzelle gerecht wird", sagte Hans-Georg Köhler dazu am Dienstag.

Insgesamt setzt er auch weiterhin auf die Zusammenarbeit mit allen Gemeinden. "Jeder hat seinen Anteil, wir müssen zielorientiert und vertrauensvoll arbeiten", betonte er am Montag und versprach große wie kleine Orte mitzunehmen.

Insgesamt müsse man schauen, dass die Dörfer in Zukunft für eine junge Generation wie für die älteren Einwohner attraktiv werde und bliebe, was gute Lebensperspektiven mit einschließe. Eine Rolle wird dabei auch die weitere Sanierung des Wohnraums spielen, der bisher immer nur partiell modernisiert werden konnte. Im Bereich Tourismus müsse es erreicht werden, dass die Besucherzahlen zunächst verdoppelt werden und dann stetig weiter stiegen.

Größtes Vorhaben ist und bleibt die Ortsumgehung Eisenhüttenstadt - Neuzelle. "Je schneller diese kommt, desto besser. Sie bedeutet eine enorme Verbesserung des Lebensqualität", machte der alte und neue Amtsdirektor noch einmal deutlich.

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