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Heidi

Heidi
Heidi © Foto: studiocanal
Stefan Klug / 24.06.2016, 18:13 Uhr
(MOZ) Waisenmädchen Heidi zieht zum Großvater. Der Alpöhi ist nicht gerade beliebt im Dorf. Doch zu seiner Enkelin baut er eine gefühlvolle Beziehung auf, die beide sehr genießen. Dann taucht Tante Dete auf und nimmt Heidi aus den Bergen mit nach Frankfurt. Hier soll das Mädchen als Gefährtin der an den Rollstuhl gefesselten Klara, Tochter wohlhabender Eltern, aufwachsen. Gouvernante Fräulein Rottenmeier ist für beide Kinder zuständig. Und obwohl die sich gut verstehen und Heidi die Chance hat, lesen und schreiben zu lernen, sehnt sie sich natürlich nach den Bergen und den Großvater zurück.

Heimweh ist das zentrale Element dieser Geschichte, die Alain Gsponer eng an der Buchvorlage inszeniert hat. Obwohl es schon viele davon vorher gegeben hat, ist es die neueste Verfilmung, die wirklich am ehesten überzeugt. Mit einfacher aber aussagekräftiger Bildsprache vermag es der Regisseur alle emotionalen Register zu ziehen. Sicher, mit Bruno Ganz als Alpöhi und Anuk Steffen als Heidi hat er einen Volltreffer gelandet. Aber auch über seine beiden Helden hinaus ist die Geschichte wunderbar erzählt und in tolle Bilder gekleidet. Auch wenn mitunter mächtig auf die Tränendrüse gedrückt wird, das ist es, was Kino ausmacht. Emotionen erzeugen, Geschichten erzählen, die das Herz wärmen. Ein toller Familienfilm, ein Stück Schweiz für jedermanns Herz.

Genre: Drama; FSK: o. A.; Laufzeit: 105 Minuten; Verleih: studiocanal; Regie: Alain Gsponer; Anuk Steffen, Bruno Ganz, Quirin Agrippi; Ch/D 2015

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