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Zahlreiche Schäden nach Gewitter am Sonnabend in Danewitz

Baum krachte ins Hausdach

Kai-Uwe Krakau / 26.06.2016, 20:48 Uhr
Danewitz (MOZ) Umgestürzte Bäume, beschädigte Dächer und eine gesperrte Bahnstrecke: Ein schweres Gewitter hat am Sonnabend zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen in der Region geführt. Besonders betroffen war Danewitz.

Fast ungläubig stehen ein paar Einwohner vor dem ehemaligen Pfarrhaus neben der Kirche. Die Handys werden gezückt und Aufnahmen gemacht, so etwas sieht man schließlich selten. "Es hat mächtig gekracht und dann haben wir auch schon gesehen, was passiert ist", sagt eine Danewitzerin und schüttelt den Kopf. Mit voller Wucht war der Baum kurz vorher auf das Dach des Gebäudes gefallen. Nun sind Feuerwehrmänner mit Sägen bei der Arbeit.

"Wir sind um 14.48 Uhr alarmiert worden", berichtet Zugführer Herbert Blaudzun vor Ort. Inzwischen seien mehrere Wehren im Einsatz, wie viel Männer es nicht, kann er noch nicht sagen. Zunächst gehe es darum, sich einen Überblick zu verschaffen. Auch die Straße zwischen Rüdnitz und Danewitz sei nicht passierbar. "In der Dewinsiedlung sind mehrere Stellen betroffen", so Blaudzun.

Inzwischen ist auch der Bahnverkehr zwischen Bernau und Eberswalde eingestellt. "Umgestürzte Bäume haben die Oberleitung beschädigt", sagt ein Unternehmenssprecher in Berlin. Darüber hinaus sei eine Schrankenanlage in Mitleidenschaft gezogen worden.

Am Sonntag zieht ein Sprecher der Regionalleitstelle Nordost in Eberswalde eine Bilanz des Gewitters. Im Landkreis Barnim habe es 60 witterungsbedingte Einsätze der Feuerwehr gegeben, heißt es. Rund 160 seien es im gesamten Einzugsbereich der Leitstelle gewesen: "Wir hatten alle Hände voll zu tun", so der Sprecher.

Mirko Lieke, stellvertretender Ortswehrführer von Biesenthal,und weitere 20 Männer hatten nicht nur in Danewitz zu tun, sie halfen auch bei der Räumung der Straße nach Rüdnitz. "Um 19.30 Uhr war der Einsatz dann beendet", so Lieke am Sonntag. Fast zwei Stunden später konnte die geräumte Bahnstrecke an die Polizei übergeben werden. Unterstützung gab es auch aus der Hauptstadt. "In der Dewinsiedlung drohte ein Antennenmast auf ein Gebäude zu stürzen", so Amtswehrführer Roman Wieloch. Mit Hilfe eines Krans der Berliner Feuerwehr konnte er geborgen werden. Der Verkehr auf der Bahnstrecke wurde am Sonntagmittag wieder freigegeben.

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