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"Storkow feiert ein Fest für sich selbst"

Elke Lang / 04.07.2016, 06:14 Uhr
Storkow (MOZ) Die Stadt Storkow hatte gemeinsam mit dem Mittelstandsverein und der Zweibrüder Kunst & Kultur GmbH am Sonnabend in den Park von Schloss Hubertushöhe eingeladen, um ein großes Dankeschön-Fest für ihre Vereine zu veranstalten. Das Wetter konnte den Feiernden dabei nichts anhaben.

Rainer Opolka lief mit einem glücklichen Lächeln umher, immer in Reichweite des Besens, um höchst eigenhändig den Eingang des großen Festzeltes vom Regenwasser freizufegen. Was hier am Schloss Hubertushöhe stattfand, nämlich, wie er feststellte, "eine selbst organisierte Mitmachkultur", war ganz nach seinem Geschmack. Er als Teil der Eigentümerin der Anlage, der Zweibrüder Kunst & Kultur GmbH, hatte, wie der Vorsitzende des Mittelstandsvereins, Karsten Baumann, es schilderte, vor einem Dreivierteljahr die Idee dazu.

Welche Dimension das annehmen würde, davon hatte Rainer Opolka damals noch keine Ahnung. "Ich bin sprachlos, was für eine Kultur es in Storkow und in den Ortsteilen gibt", sagte er anerkennend. "Storkow feiert ein Fest für sich selbst", war er begeistert. Karsten Baumann brachte es auf den Punkt: "Wir haben hier rund 40 Vereine, die prägend für die Stadt sind." Das bestätigte auch Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig, die nicht nur mitfeierte, sondern ebenfalls bisweilen entschlossen zum "Wasser"-Besen griff: "Das ist eine Party unter dem Motto "Wir für uns'. Jeder hat dafür einen Beitrag geleistet, und das macht Storkow aus. Wer zusammen arbeitet, der soll auch zusammen feiern."

Eingeladen waren die rund 850 Mitglieder aller Vereine. Durch das Wetter waren nicht ganz so viele gekommen, aber es bot sich ein buntes Treiben. Jeder Verein hatte etwas mitgebracht: entweder einen Beitrag für die Bühne, auf der von 15 bis etwa 19 Uhr sieben Programmpunkte für heitere Unterhaltung sorgten, oder ein Sport- beziehungsweise Bastelangebot rund um das Festzelt. Wer damit nicht aufwarten konnte, hatte etwas zu essen vorbereitet, wie der Sportangelverein Alt Stahnsdorf, dessen Fischsuppe - gekocht von Mitglied Sven Koebsch - reißend wegging.

In einem Zelt waren die Tische brechend voll beladen mit Kuchen und Salaten, gebacken und angerichtet von den Mitgliedern der verschiedensten Vereine. Eigentlich gab es bei diesem Fest alles umsonst zu konsumieren, auch die Getränke, die wie Grillwurst und Steaks von den "Zweibrüdern" kostenlos zur Verfügung gestellt worden waren. Aber die Veranstalter hatten beschlossen, für Alkoholisches um einen beziehungsweise zwei Euro Spende zu bitten. Karsten Baumann lud scherzhaft ein, gut zuzugreifen, "auch wenn die Frau am Ende sagt: Du hast zu viel getrunken. Es ist für eine gute Sache, denn das Geld wird ausschließlich für die Herstellung eines barrierefreien Zugangs zur Burg verwendet", erklärte er.

Dafür, dass in dem Trubel alles reibungslos vonstatten ging, hatten Sigrid Rösner vom Schloss, verantwortlich für den kulturellen Teil, und Stefanie Lemcke von der Burg für den kulinarischen Teil gesorgt. Ab 20 Uhr spielten Polkaholix zum Tanz auf, und wer wollte, traf sich ab 21 Uhr etwas abseits zum Public Viewing.

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