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Kiew benennt "Moskauer Prospekt" nach Nationalisten Stepan Bandera

07.07.2016, 14:21 Uhr
Kiew (dpa) Wegen der schlechten Beziehungen zu Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew den "Moskauer Prospekt" demonstrativ umbenannt. Die zentrale Straße trage künftig den Namen des Ultranationalisten Stepan Bandera, teilte der Stadtrat der Millionenmetropole am Donnerstag mit. Bandera (1909-1959) gilt vor allem in Russland als Reizfigur. Er stand im Zweiten Weltkrieg zum Teil auf der Seite Nazi-Deutschlands, saß aber auch zeitweise im Konzentrationslager Sachsenhausen.

Der russische Menschenrechtsbeauftragte Michail Fedotow rief die Regierung in Moskau auf, als Reaktion etwa von einer Umbenennung des "Kiewer Bahnhofs" abzusehen. "Wenn jemand eine Dummheit macht, sollte man sie nicht wiederholen", sagte er der Agentur Interfax zufolge. Die prowestliche Führung in Kiew wirft Moskau unter anderem vor, militante Separatisten in der Ostukraine mit Waffen zu unterstützen.

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Hasso Isenhagen 08.07.2016 - 10:25:40

schade, dass der Kommentator

es nicht einmal für nötig hält sich von dieser Benennung nach einem faschistischen Kollaborateur zu distanzieren. Aber das passt zur gewollten Anti-Russland-Polemik in dieser Zeitung. Deutschland hat ja diesem Verbrecher gleich nach 1945 eine neue Heimat geboten. Doch der Gerechtigkeit konnte er auch hier nicht entkommen.

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