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Feststart mit Polka und Brötchen

Beschwingter Auftakt auf der Stadtbrücke: Oberbürgermeister Martin Wilke tanzte zur Eröffnung des Hansestadtfestes Bunter Hering die Annemarie-Polka. Einige hundert Frankfurter und Slubicer folgten ihm
Beschwingter Auftakt auf der Stadtbrücke: Oberbürgermeister Martin Wilke tanzte zur Eröffnung des Hansestadtfestes Bunter Hering die Annemarie-Polka. Einige hundert Frankfurter und Slubicer folgten ihm © Foto: Michael Benk
Heinz Kannenberg / 08.07.2016, 22:47 Uhr - Aktualisiert 09.07.2016, 13:36
Frankfurt (Oder) (MOZ) Das 13. Hansestadtfest Bunter Hering wurde am Freitagabend auf der Stadtbrücke traditionell mit dem Verteilen von 1000 Heringsbrötchen und einem Bierfassanstich eröffnet. Eine große Tanzshow schloss sich an. Das diesjährige Hansestadtfest steht unter dem Motto "Tanzen".

Grandios startete das Stadtfest „Bunter Hering“ am Freitagabend in Frankfurt (Oder).
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Stadtfest Bunter Hering

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OB Martin Wilke eröffnete in diesem Jahr das Stadtfest auf Polnisch. Er wandte sich an die lieben Einwohner (Drodze Mieszkancow): "Zycze Panistwu udanego weekendu i dabrej zabawy (Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und viel Spass)". Wilke hob die gute Stimmung der beiden Städte-Nachbarn im Alltag hervor, die sich auch beim Beginn des Festes zeigt. Slubices Bürgermeister Tomasz Ciszewicz freute sich über die vielen Festbesucher. "Beide Städte wollen zeigen, dass sie im Herzen Europas gemeinsam leben und feiern können", betonte er. Zuvor hatte Anja Schlottmann von der bundesweiten Initiative Deutschland Land der Ideen die europäische Doppelstadt Frankfurt/Slubice als "Ausgezeichneter Ort für Ideen" geehrt. Die beiden Bürgermeister machten dann den Bierfassanstich. Und es wurden wieder 1000 Fischbrötchen verteilt.

Zwei musikalische Höhepunkte standen am späten Freitagabend auf dem Programm. Mitten auf der Stadtbrücke rockte Michal Szpak. Er hatte beim Eurovision Contest in Stockholm für Polen mit "Colour Of Your Life" den achten Platz belegt. Michal Szpak hatte sich kurzfristig entschieden, auf der Bühne auf der Stadtbrücke seine große Show vor einem internationalen Publikum zu präsentieren, teilte seine Agentur mit. Daher verlegte der Veranstalter am Nachmittag den Beginn des Konzerts um eine dreiviertel Stunde nach vorn - auf 22.30 Uhr. Fast zur gleichen Zeit begeisterte auf der Stadtwerkebühne die Münchener Freiheit die Fans mit ihren großen Hits. Dabei hatte sich die Vorbereitung ihres Auftritts am Nachmittag verzögert. Ein Techniker der Gruppe war in einem Extremstau auf der Autobahn vor Frankfurt stecken geblieben.

Bei solchen Hiobsbotschaften nicht den Kopf zu verlieren, diese Kompetenz bringt Karsten Binder mit. Seit zehn Jahren ist er technischer Leiter beim Hansestadtfest. Insgesamt 50 bis 60 Techniker, die auf der Stadtwerkebühne, der Bühne am Holzmarkt und der auf der Stadtbrücke arbeiten, koordiniert er. Mehr als vier Stunden Schlaf täglich hat er in den vergangenen Tagen nicht bekommen. Trotzdem strahlt er auch noch kurz vor Eröffnung des Festes Ruhe aus.

Seit Dienstag sind er und die ersten Techniker mit dem Aufbau der Stadtwerkebühne beschäftigt. Etwa fünf Kilometer Kabel wurden seitdem verlegt. Zwölf Meter breit, mehr als zehn Meter hoch und mit den Anbauten mehr als 18 Meter tief ist die Hauptbühne. Wann für Binder die Arbeit aufhört und die Erholung beginnt? "Sobald die letzte Band des Abends auf der Bühne steht", sagt er und lacht. Nicht so Freitagnacht. Wenn die Münchener Freiheit die Bühne verlässt, legt er bei der Aftershowparty auf dem Marktplatz auf.

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