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Mit dem "Resist To Exist" kommt ein alternatives Musikfestival nach Kremmen

Punks erobern die Region

Robby Kupfer / 16.07.2016, 09:25 Uhr
Kremmen (OGA) Wenn unter Musikfans der härteren Gangart - vor allem was Punk-, Ska- und Hardcorebegeisterte angeht - der Name "Resist To Exist" (auf Deutsch etwa: "Widerstehen, um zu existieren") fällt, braucht nicht viel mehr gesagt zu werden. Denn das RTE, so die Abkürzung des Festivals, hat sich in den 13 Jahren seines Bestehens vor allem in der Szene in Berlin einen hervorragenden Namen gemacht. Jetzt zieht das Konzert-Ereignis, das in den vergangenen Jahren bis zu 3 000 Besucher angezogen hat, von Berlin nach Kremmen. Vom 5.bis 7. August wird das Gelände der Orion Agrar GmbH am Oranienburger Weg zum alternativen Musik-Mekka.

Wobei mit alternativ nicht nur die Musikstile jenseits des Mainstreams gemeint sind, sondern auch die Organisation des nichtkommerziellen Festivals. "Wir sind das größte Do-It-Yourself-Festival Deutschlands, das ausschließlich von Jugendlichen und ehrenamtlichen Helfern organisiert wird. Während des Festivals arbeiten rund 400 Freiwillige an der Durchführung der Veranstaltung", heißt es auf der Webseite des RTE. Tatsächlich erhält keiner der Organisatoren für seine Tätigkeit eine finanzielle Gegenleistung. "Von Jugendlichen für Jugendliche, von der Szene für die Szene", so Thommäs, wie sich einer der Organisatoren nennt. Noch etwas ist ihm wichtig: "Nazis werden nicht geduldet. Das Resist to Exist versteht sich als antifaschistisches Festival. Nazisprüche, Naziklamotten und diskriminierendes Verhalten haben keinen Platz bei uns". Und so prangt denn auch auf den Ankündigungsplakaten für das RTE unmissverständlich der Spruch: "Love music, hate fascism".

Die musikalische Dimension des 2016er RTE ist beeindruckend: Mehr als 40 Bands aus sieben Ländern werden in Kremmen an drei Tagen am Start sein. Mit dabei sind beispielsweise die Punk-Urgesteine Sham 69 aus England, die schon in den 70er-Jahren, zu den großen Zeiten des britischen Punks, in London auf der Bühne standen. Aus Russland kommen die Ska-Punker Distemper und die Hardcore Rapper von Moscow Death Brigade. Einer der Headliner des Festivals ist die kanadische Band "The Real McKenzies". Die Folk-Punk-Band aus Vancouver, deren Musik schottische Wurzeln hat, kombiniert wilde Gitarren-Riffs mit Dudelsack-Attacken und bringt bei ihren Konzerten regelmäßig die Massen zum Kochen.

Wie aber kam es nun zum Umzug des Festivals von Berlin nach Kremmen? Thommäs: "In Berlin haben wir nach 13 Jahren einfach keine Freiräume mehr gefunden, um unser alternatives Konzept umsetzen zu können. Also haben wir uns in Brandenburg umgesehen und von der Adresse in Kremmen gehört. Das Gelände dort ist ideal, auch, weil genug Platz zum Zelten während des Festivals zur Verfügung steht."

Christoph Brunner, Kremmener Abgeordneter und Geschäftsführer der Orion Agrar GmbH, bestätigt dies: "Die Jungs haben gehört, dass ich hier schon Konzerte und ein Festival hatte, und sie haben nachgefragt. Ich finde das ehrenamtliche Konzept gut und denke, dass das eine spannende Sache für Kremmen wird."

Karten für alle drei Tage inklusive zelten gibt es ab 42 Euro. Weitere Informationen zum Festival unter www.resisttoexist.de

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