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Strausberger Sangeslust in der Marienkirche

Auftakt-Ensemble: Als erstes sang am Sonnabend in St. Marien der Kinderchor von Grundschule am Wäldchen und Kreismusikschule MOL.
Auftakt-Ensemble: Als erstes sang am Sonnabend in St. Marien der Kinderchor von Grundschule am Wäldchen und Kreismusikschule MOL. © Foto: Uwe Spranger
Uwe Spranger / 18.07.2016, 06:50 Uhr - Aktualisiert 18.07.2016, 06:52
Strausberg (MOZ) Was an Sangeskunst in Strausberg vorhanden ist, haben sieben Chöre am Sonnabend in der Marienkirche unter Beweis gestellt. Und nicht nur die Sangeslustigen selbst füllten die Reihen in dem altehrwürdigen Gotteshaus, sondern auch mehr als 100 Interessierte.

Gastgeber Pfarrer Tillmann Kuhn sagte, als eine seiner ersten Amtshandlungen in Strausberg habe er die Einladungen für das Treffen unterschrieben. Und er habe dies gern getan. Denn Leistungsschau miteinander zu halten, bringe die Chöre voran, so der Pfarrer, der selbst im Kirchenchor mitsingt und vor Jahren schon mal in St. Marien Strausberg aufgetreten war. Er dankte vorab Brigitte Quittkat, die die organisatorischen Fäden für dieses Treffen und weitere Veranstaltungen des Orgelsommers gezogen hatte.

Sie hatte neben dem Kirchen- und dem A-cappella-Chor, in denen sie selbst singt, noch den Kleinen Klubchor, die Interessengemeinschaft Singen und Musizieren (IG SuM) der Volkssolidarität, den Chor der Volkssolidarität Petershagen-Eggersdorf und den Gemischten Chor Strausberg gewinnen können. Dessen Vereinschef Achim Fiebig würdigte zum einen die Öffnung des Gotteshauses für Bürger, die nicht religiös gebunden sind. Und er war sehr froh, dass der Kinderchor von Grundschule am Wäldchen und Kreismusikschule Märkisch-Oderland unter Leitung von Denis Combe-Chastel und Cathrin Spanke mit dabei war. Sonst seien Chortreffen ja eher "Rentnertreffen", sagte er. Durch die Kinder seien hier aber auch junge Eltern dabei. Vielleicht könne ja doch der eine oder andere für den Gesang gewonnen werden.

Mut bekommen, wieder in der Öffentlichkeit zu singen, war auch ein Ansatz, den Kuhn nannte. Die Kirche sei heute einer der letzten Orte, an denen öffentlich gesungen werde, "wie uns der Schnabel gewachsen ist". Dabei gebe es so viele Möglichkeiten. Diese Ansicht dürfte auch dem Vorsitzenden des Sängerkreises Märkisch-Oderland Peter Jung gefallen haben, der "als reiner Zuhörer" im Publikum saß, wie er betonte. Zwar waren Stimmgewalt, Tonsicherheit und Liederwahl bei den Ensembles, die jeweils rund 15 Minuten vortragen sollten, durchaus unterschiedlich, doch ein Makel waren eher zu lange Pausen zwischen einigen Auftritten, wenn Chöre zu spät vom Einsingen eintrafen. Am Ende wurde jedenfalls der Zeitplan nicht gehalten. Dennoch war der Kirchplatz zum abschließenden gemeinsamen Grillen noch gut gefüllt, wurde dort die Hoffnung geäußert, dass das zur 775-Jahr-Feier der Stadt 2015 erstmals organisierte Chortreffen auch 2017 stattfindet.

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