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Neue Hoffnung für Bahn-Ausbau nach Pieskow

Bernhard Schwiete / 20.07.2016, 06:44 Uhr
Bad Saarow (MOZ) Die Menschen am Scharmützelsee können in den nächsten Jahren offenbar auf Verbesserungen in der Verkehrs-Infrastruktur hoffen. Entsprechend optimistisch hat sich Amtsdirektor Carsten Krappmann am Montagabend in der Gemeindevertretung Bad Saarow geäußert. Er berichtete von einem Gespräch mit Infrastrukturministerin Kathrin Schneider. Demnach werden indes nicht alle Wünsche der lokalen Verantwortlichen in Erfüllung gehen.

Laut Aussage von Krappmann wollen Land und Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg prüfen, die Regionalbahn-Linie 35 bis zu einem Halt im Ortsteil Pieskow zu verlängern. Bis dort ist die Scharmützelseebahn, die früher bis Beeskow führte, noch nicht entwidmet. Der Ausbau ist aber an eine Bedingung geknüpft: Es muss weiter ein Pendelverkehr nach Fürstenwalde mit nur einem Zug möglich sein. Bislang wäre dafür bei einer Streckenverlängerung die Fahrzeit zu lang. "Durch den laufenden Neubau der Brücke in Fürstenwalde wird die Fahrt jedoch eventuell schneller", sagte Krappmann.

Eine Absage handelte sich Krappmann indes für die Regionalbahn-Linie 36 ein. Er hatte den Wunsch vorgebracht, diese Verbindung aus Richtung Beeskow/Wendisch Rietz/Storkow bis Berlin-Ostkreuz zu verlängern. Derzeit müssen Fahrgäste Richtung Hauptstadt in Königs Wusterhausen umsteigen. "Dadurch ist die Strecke nicht wirklich attraktiv", sagte Krappmann. Gemeinsam mit den Städten Beeskow und Storkow wolle man aber weiter versuchen, eine Lösung zu finden, um auch über den Schienenweg mehr Touristen aus Berlin anzulocken.

Beim geplanten Ausbau der Ortsdurchfahrt Petersdorf hat sich das Land nun offenbar auch offiziell vom Ziel, 2018 zu bauen, verabschiedet. Ministerin Schneider habe angekündigt, die Verbindung "bis 2019" herrichten zu wollen, so Krappmann. Gleichzeitig hat die Ressortchefin nach Angaben des Amtsdirektors indes weitere Verbesserungen an Landesstraßen in Aussicht gestellt. So solle die L35 zeitgleich mit dem Bau in Petersdorf auch in Bad Saarow, zwischen Klinikum und Ortsausgang Richtung Diensdorf-Radlow, erneuert werden. Der gewünschte Ausbau zwischen Diensdorf-Radlow und Glienicke sei hingegen nicht geplant, so Krappmann weiter. Gleiches gelte auf der L361 für Verbesserungen in der Ortsdurchfahrt Kolpin. Für die Silberberger Straße in Bad Saarow, ebenfalls Landesstraße, bat er nach eigenen Worten, eine Oberflächensanierung zu prüfen.

Das Gespräch zwischen Amtsdirektor und Ministerin hatte am 1. Juli stattgefunden, am Rande der Eröffnung der ausgebauten Straße samt Radweg zwischen A-Rosa-Hotel und Wendisch Rietz.

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