Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Schandfleck wird Schmuckstück

Im Wandel: Am Rheinsberger Kirchplatz entsteht ein Neubau.
Im Wandel: Am Rheinsberger Kirchplatz entsteht ein Neubau. © Foto: Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 30.05.2012, 18:20 Uhr - Aktualisiert 30.05.2012, 20:22
Rheinsberg (MZV) Die letzte unansehnliche Ecke des Rheinsberger Kirchplatzes ist bald verschwunden. Der Investor Konrad Strauss hat das alte, marode Haus neben dem Keramikmuseum abreißen lassen. An der Stelle soll ein neues Gebäude entstehen.

Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) zeigte sich erfreut, dass nun ein Schandfleck der Stadt verschwindet. Wegen ungeklärter Besitzverhältnisse konnte jahrelang nichts an dem Objekt gemacht werden. Nun hat sich Konrad Strauss der Sache angenommen. Da das Gebäude stark einsturzgefährdet war, musste der Bauherr es in Abstimmung mit der Denkmalbehörde abreißen lassen. Nur der Keller bleibt erhalten. Darüber soll ein zweigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Das Erdgeschoss wird nach Strauss’ Plänen ein Laden einziehen. Welche Angebote es dort geben soll, hält sich der Bauherr noch offen. „Fest steht, ich werde es nicht betreiben. Ich möchte die Räume vermieten“, so Strauss. Im Obergeschoss möchte er eine großzügige 110-Quadratmeter-Wohnung errichten. Mit der Planung ist der Rheinsberger Architekt Peter Köster beauftragt. Als zuständiger Stadtarchitekt war Köster seit 1995 allein für den denkmalgeschützten Bereich in Rheinsberg zuständig und hat zahlreiche alte Häuser in der Stadt saniert. Strauss ist daher zuversichtlich, dass das neue Gebäude sich hervorragend in das Umfeld des Kirchplatzes einfügen wird. „Rheinsberg wird überrascht sein, von dem, was da steht. Es wird sich gut an die Pflasterung anpassen. Das wird ein echtes Schmuckstück“, so Strauss. Im Zuge der Arbeiten wurde eine komplette Dokumentation von dem Haus erarbeitet. Bis Anfang der 1990er Jahre war es etwa doppelt so lang, wurde aber quasi halbiert. Derzeit wird das Areal für etwa vier Wochen von Archäologen untersucht. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Frühjahr 2013 an.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG