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Fahrschule König arbeitet im Theorie-Unterricht mit einer neuen Videomethode

Virtuelle Tour mit dem Auto

Oft auf dem Beifahrersitz: Fahrlehrer Sandra Schilling und Patrick Heuser
Oft auf dem Beifahrersitz: Fahrlehrer Sandra Schilling und Patrick Heuser © Foto: MOZ/Birte Förster
Birte Förster / 29.07.2016, 06:56 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Vorbei geht die Fahrt an Häusern und Wäldern, nach dem Ortsende beschleunigt der Wagen und saust über die Landstraße. Welche Geschwindigkeit das Fahrzeug auf den jeweiligen Strecken erreicht, ist nicht zu sehen. Darauf sollen die Fahrschüler selbst kommen. Bei der Tour mit dem Auto handelt es sich um eine virtuelle Rundfahrt durch Bad Freienwalde und Umgebung.

Seit einiger Zeit arbeiteten Fahrlehrer Patrick Heuser und seine neue Kollegin Sandra Schilling, die seit Juni in der Fahrschule tätig ist, mit der neuen Videomethode im Unterricht. Er und seine Kollegin drehen die Videos mit kleinen Kameras selbst. "Es ist viel Arbeit, aber für die Fahrschüler eine wahnsinnige Erleichterung", erzählt er. Und fügt hinzu: "Das macht selbst uns Spaß."

Die Videos werden aber nicht nur im Unterricht in den Räumen der Fahrschule König in der Freienwalder Königstraße eingesetzt. Jeder Schüler erhält zu Beginn der Ausbildung verschiedene Fahrtrouten auf einem USB-Stick, um bestimmte Strecken zu Hause noch einmal Revue passieren zu lassen. Die Videos sind in die verschiedenen Ausbildungsgebiete unterteilt, die bei der Prüfung eine Rolle spielen. Darunter sind Falkenberg, Wriezen, Bad Freienwalde und die Ortsteile Bralitz, Neuenhagen, Altranft und Schiffmühle. Patrick Heuser kommentiert beim Dreh, worauf bei der Fahrt zu achten ist. "So kann man alles nochmal rekapitulieren und festigen", sagt er. "Es ist eine perfekte Vorbereitung für die Prüfung."

"Manche Schüler machen das sehr intensiv. Manche schauen die Videos täglich an", erzählt Patrick Heuser. Das merke man auch in den Fahrstunden. Viele seiner Schüler fühlten sich so sicherer, sagt Patrick Heuser. "Das Wissen ist früher im Kopf verankert", ist sein Eindruck.

Auch für die Motivation der Fahrschüler hat sich die neue Videomethode als erfolgreich erwiesen. Die Schüler machen laut Heuser im Unterricht viel begeisterter mit, da er das nötige Fahrwissen so viel praxisnäher vermitteln könne.

Noch nicht in jeder Theorieeinheit werde das Verfahren angewendet, aber sie seien derzeit dabei, es in alle Kurse einzuführen, so Heuser. Auch Screenshots - Fotos aus den Videos - verwenden die beiden Fahrlehrer im Unterricht.

In der Theoriestunde schauen sich alle ein Fahrtvideo an. Die Strecke führt von Altranft nach Wriezen. Patrick Heuser rät seinen insgesamt acht Schülern dazu, auf die Verkehrsschilder zu achten, die an den Straßenrändern aufgestellt sind. Danach werden die Fahrschüler in dem Kurs in einzelne Gruppen aufgeteilt. Heuser gibt jeder einzelnen eine große Tafel mit Fotos aus dem Video auf dem einzelne Verkehrsschilder zu sehen sind. "Über 200 Verkehrszeichen gibt es insgesamt", verrät er den angehenden Autofahrern vorher. Die Schüler sollen nun anhand der Fotos die Bedeutung des jeweiligen Schildes herausfinden und welche Geschwindigkeitsbegrenzung diese verbirgt. In kurzer Zeit kommen die meisten von ihnen auf das richtige Ergebnis.

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