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Der Hohe Fläming hat einen neuen Fan: Johannes Hager ist Qualitäts-Scout des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN) und entscheidet darüber, ob der Hohe Fläming das Gütesiegel Qualitäts-Naturpark bekommt. Foto: A. Linckus
Der Hohe Fläming hat einen neuen Fan: Johannes Hager ist Qualitäts-Scout des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN) und entscheidet darüber, ob der Hohe Fläming das Gütesiegel Qualitäts-Naturpark bekommt. Foto: A. Linckus © Foto: MZV
Anja Linckus / 05.08.2016, 10:00 Uhr
Bad Belzig (MZV) "Die Chancen stehen gar nicht schlecht", wiederholt VDN-Qualitäts-Scout Johannes Hager und lässt vom Turm der Burg Eisenhardt aus seinen Blick über den Hohen Fläming schweifen. Zwei Tage lang informierte er sich zur abschließenden Entscheidung, ob der Hohe Fläming die Auszeichnung Qualitäts-Naturpark erhalten soll, in dieser Woche über die Arbeit des Großschutzgebietes. Beurteilt werden, so erklärte er bei einem Treffen mit Partnern des Parks auf der Burg Eisenhardt, fünf Kriterien:die Säulen der Naturparkarbeit "Naturschutz und Landschaftspflege", "Erholung und Nachhaltiger Tourismus", "Umweltbildung und Kommunikation" und "Nachhaltige Regionalentwicklung" sowie zudem "Management und Organisation". Bereits im Mai hatte die Naturparkverwaltung um Leiter Steffen Bohl dazu einen über 100 Fragen beinhaltenden Katalog beantwortet. Nun wollte sich der Leiter des Thüringer Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal, Johannes Hager, als vom VDN beauftragter Qualitäts-Scout direkt im Naturpark ein Bild machen. Neben dem Naturparkzentrum in Raben standen einige Flämingdörfer, Bad Belzig sowie Naturschutzgebiete auf dem Besuchsprogramm. Dabei wurde ihm die Arbeit der Naturparkverwaltung, der Naturwacht und des Naturparkvereins anhand konkreter Projekte, wie dem Kunstwanderweg, der Landschaftspflege sowie der Umweltbildungsangebote, von den Akteuren vor Ort vorgestellt. Hager zeigte sich anschließend tief beeindruckt: "Naturparke sind finanziell oft nicht so gut ausgestattet wie zum Beispiel Nationalparke. Es fehlt an Personal und Infrastruktur oder an guten Partnern in der Region. Hier im Hohen Fläming findet sich alles." Ob Großtrappenbeobachtung, Beschilderung der Wanderwege, die enge Zusammenarbeit von Landkreis, Naturparkverein, Naturparkverwaltung, Tourismusverband und Naturwacht - Johannes Hager ist begeistert und macht Hoffnung.

Endgültig entschieden über die Verleihung des Gütesiegels wird im September zum Tag der Naturparke. Steffen Bohl ist zuversichtlich, dass die Mindeststandards für die Erteilung der Plakette - in der Auswertung des Fragebogens können in jedem der fünf Felder 100 Punkte erreicht werden, mindestens die Hälfte der Gesamtpunktzahl sowie mindestens 20 Punkte pro Gebiet sind notwendig - erreicht werden: "Sagen wir so. Ich habe uns schon angemeldet."

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