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Jede Menge Rathenower Havelwasser

Am Alten Hafen in Rathenow haben die "Schleusenspucker" des Künstlers Volker Michael Roth (1944-2008) beste Sicht auf vorbeifahrende Schiffe und Boote.
Am Alten Hafen in Rathenow haben die "Schleusenspucker" des Künstlers Volker Michael Roth (1944-2008) beste Sicht auf vorbeifahrende Schiffe und Boote. © Foto: MZV/Wernitz
Rene Wernitz / 06.08.2016, 06:05 Uhr
Rathenow (MOZ) Semlin und Steckelsdorf an wunderbaren Seen gelegen, Böhne und Göttlin an der Havel: Doch nicht nur die Rathenower Ortsteile befinden sich am Wasser. Am 13. August will die Kernstadt ihre ebenso günstige Lage auf eindrucksvolle Weise präsentieren.

Im 800. Jahr nach Ersterwähnung als "Ratenowe" drehen rund 70 Besatzungen in kleineren und größeren Booten und Schiffen im Korso eine Ehrenrunde um die Altstadt, aus der heraus Rathenow wuchs. Es gibt viel Musik ab 14.00 Uhr und ab 15.00 Uhr natürlich viel zu sehen und zu plaudern. Bestimmt auch über alte Zeiten.

Denn Havelwasser spielte einst auch für die Menschen in Rathenow eine elementare Rolle. Es bot Nahrung und auch die Kraft zum Betrieb von Mühlen. Heute wird es zunehmend touristisch wertvoll.

Im Gegensatz zu anderen gilt für das gesamte hiesige Wassersportrevier "Flusslandschaft Untere Havelniederung" die Charterscheinregelung. Heißt: "Das Revier kann ohne amtlichen Sportbootführerschein (ab 16 Jahre, bis 15 m Bootslänge, max. 15 PS) befahren werden. Wie gemacht für Hausboote, die an vielen Stellen entlang der unteren Havel gemietet werden können." So steht es auf www.rathenow.de. Man kann auch paddeln. Die Zahl der Anbieter mehrt sich. Viele zieht es ins Grüne: "Die Untere Havelniederung ist das größte zusammenhängende Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas und Teil des Naturparkes Westhavelland sowie des Biosphärenreservates Flusslandschaft Mittelelbe. Biber und Fischotter sind hier ebenso zu Hause wie eine bemerkenswerte Vielfalt an Fischen, Insekten und Pflanzen", preist man auf www.havelland-tourismus.de an. Indes verkehren hier schon lange keine großen Frachtschiffe mehr. Stattdessen wird an vielen Stellen die Havel renaturiert, indem Uferbefestigungen entfernt, Auenwälder gepflanzt und Altarme der Havel wieder an den Fluss angeschlossen und dadurch reaktiviert werden. Der Havel wird natürlicher Lebensraum wiedergegeben. Im Westen des Landes Brandenburg entsteht ein Naturparadies - nicht nur für Liebhaber von Biber und Fischotter! Und wer zwischen Havelberg und Brandenburg/Plaue mit Motor- oder Muskelkraft auf der Havel unterwegs ist, kommt zwangsläufig durch Rathenow hindurch. Der Jubiläumsort entwickelt sich als ein Reiseziel für Freizeitkapitäne. Während aber in der Stadt Brandenburg die dortige Oberbürgermeisterin erfolgreich auf den Zusatz "an der Havel" pochte, der Name inzwischen im medialen Sprachgebrauch fest verankert ist und sich die Kommune dadurch eindeutig als wassertouristisch ambitioniert präsentiert, ist Rathenow die "Stadt der Optik" geblieben.

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