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Flut-Kreuzung wird entschärft

© Foto: MOZ/Dietmar Horn
Frank Groneberg / 06.08.2016, 07:08 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die Stadtverkehrsgesellschaft beginnt am Montag mit umfangreichen Instandsetzungsarbeiten im Gleisnetz der Straßenbahn. Es kommt zu Änderungen im Nahverkehr mit Bahn und Bus.

Wenn der Himmel mal wieder seine Schleusen so richtig kräftig öffnet, kann man buchstäblich darauf warten: Es dauert nur Minuten, dann hat sich in der August-Bebel-Straße unter der Bahnüberführung an der Kreuzung mit der Fürstenwalder Straße ein riesiger See gebildet. Ein See, der dazu noch besonders tief ist. Und zwar so tief, das selbst die Straßenbahnen nicht mehr gefahrlos weiterfahren können. Seit etlichen Jahren ist das so. Zuletzt passierte es am Dienstag vergangener Woche - da sorgte der plötzliche Starkregen hier für eine 20-minütige Zwangspause bei den Straßenbahnen der Linien 2 und 5.

Für die Stadtverkehrsgesellschaft mbH (SVF) soll das aber die letzte Überschwemmung an dieser Stelle gewesen sein. Am Montag beginnt das Unternehmen mit umfangreichen Gleisbauarbeiten im Stadtgebiet. Und im Zuge dieser Instandsetzungen wird auch die Flut-Kreuzung in der August-Bebel-Straße endlich entschärft. "Dass wir da was machen, ist dringend notwendig", bestätigt SVF-Geschäftsführer Wolfgang Worf. "Ab Montag werden wir an dieser Stelle die Gleisentwässerung komplett erneuern, so dass das Regenwasser künftig deutlich schneller abfließen kann als bisher."

Die Gleisentwässerung ist ein Schwerpunkt der Arbeiten. Nächste Woche ist von Montag bis Sonntag zunächst die Strecke zwischen Bahnhofstraße und Westkreuz dran. In der Wendeschleife am Westkreuz wird einer der zwei Schienenbögen ausgetauscht, außerdem das gesamte Gleis "durchgearbeitet", wie Wolfgang Worf sagt. "Dort hatten wir bereits mehrere Schienenbrüche." Weiterhin wird an der Wendeschleife eine neue Gleisentwässerung eingebaut. Bisher läuft das Regenwasser dort in einen Mischwasserkanal, künftig muss es separat abgeführt werden. Dafür wird ein Kanal unter der Fürstenwalder Poststraße hindurch gebaut.

Zweite Stelle ist das Gleisdreieck Bahnhofstraße. "Dort bauen wir in der Heilbronner Straße vor der Weiche einen zusätzlichen Entwässerungskasten ein", erläutert der Geschäftsführer. Dieser solle künftig verhindern, dass Regenwasser die Funktion der elektrischen Weiche stört. Dritte Baustelle ist die eingangs erwähnte Flut-Kreuzung.

Ab dem 15. August und bis zum 24. August baut die SVF dann in der Karl-Marx-Straße, in der Bahnhofstraße und in Altberesinchen. In der Bahnhofstraße werden am Gleisdreieck eine Weiche, eine Weichensteuerung und drei Kreuzungen erneuert. "Dass dort dringend investiert werden muss, hatten wir im vergangenen Jahr bei den Arbeiten am Nachbargleis festgestellt", sagt Wolfgang Worf. Außerdem werde auch dort vor der Weiche ein zusätzlicher Entwässerungskasten eingebaut. In Altberesinchen entfernt die SVF auf der Brücke über der Großen Müllroser Straße zwei Schienenauszugsvorrichtungen. Das sind sich überlappende Schienen, die sich bei Ausdehnungen der Brücke mit bewegen und so verhindern, dass eine Lücke in der Schiene entsteht. Die Straßenbahn "rumpelt" immer über diese Stellen. Zwei dieser Vorrichtungen werden dort nicht mehr gebraucht, da sich die Brücke weniger bewegt hat, als angenommen. Sie werden später an anderen Stellen eingebaut.

Dritte Baustelle ist der Bereich vor der Slubicer Straße. Wird diese Straße wie geplant ab dem 15. August gesperrt, nutzt die SVF die Chance und entfernt die Gleisplatten im Kreuzungsbereich und ersetzt sie durch eine leisere Asphaltdecke. Insgesamt investiert die SVF etwa 700 000 Euro aus Landesmitteln.

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