Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Individuelle Fehler verhindern Remis

Geklärt: Der Altlüdersdorfer Szymon Sidorowicz (rechts) schlägt den Ball vor dem Strausberger Martin Kempter weg. Kempter gelang wenige Minute vor Schluss der Treffer zum 3:1.
Geklärt: Der Altlüdersdorfer Szymon Sidorowicz (rechts) schlägt den Ball vor dem Strausberger Martin Kempter weg. Kempter gelang wenige Minute vor Schluss der Treffer zum 3:1. © Foto: Edgar Nemschok
Dirk Wieland / 15.08.2016, 08:00 Uhr
Altlüdersdorf (GZ) Zwei Spiele, zwei Niederlagen und Platz 15 in der Tabelle - Seinen Saisonstart hat sich der SV Altlüdersdorf in der Staffel Nord der NOFV-Oberliga sicherlich anders vorgestellt. Gestern verlor das Oberhavel-Team beim FC Strausberg durch individuelle Fehler mit 1:3 (0:2).

Altlüdersdorfs Trainer Mike Frank hatte die Gastgeber in der Vorwoche extra persönlich beobachtet und vor der "ekligen" Spielweise gewarnt. Warum die Oberhaveler dann die Strausberger in der ersten Halbzeit nicht konsequent bearbeiteten und unter Druck setzten, blieb den Gäste-Zuschauern unerklärlich. Der FC spielte nur lang und hoch nach vorn auf Stephan Ilausky, der per Kopf die Bälle verteilen sollte. Im Prinzip schnell zu erkennen, trotzdem sorgten die wenigen dadurch entstandenen Situationen vor dem Altlüdersdorfer Tor für Gefahr.

So traf Ilausky bereits in der ersten Minute nur die Latte. Martin Kemter scheiterte an SV-Keeper Moritz Neumann (10.). Altlüdersdorf - mit wenig durchdachtem Spiel in die Spitze - hatte dagegen nur eine Chance nach einem Freistoß von Kevin Owczarek. Den platzierte Szymon Sidorowicz per Kopf ebenfalls an den Balken (20.).

Dass das Schiedsrichterkollektiv im Zusammenwirken nicht seinen besten Tag erwischte, begünstigte die Platzherren bei ihren beiden Toren. Nach einem Pass von Tim Bolte auf den im Abseits postierten Martin Kemter blieb die Fahne unten. Kemter spielte clever weiter, passte nach innen vor das Tor, wo Serbülent Ulutürk mit wenig Mühe zum 1:0 einschob (24.). Obwohl in der Entstehung irregulär, war die Führung insgesamt verdient.

Und auch das 2:0 hätte keine Anerkennung finden dürfen, denn Strausberg erkämpfte sich den Ball durch ein Foul an Sven Marten. Über die linke Seite zog Kemter die Gästeabwehr auf sich und spielte quer vor das Tor. Diesmal netzte Dennis Rötzscher locker zum 2:0 (38.) ein.

Die Fehler der Unparteiischen kamen dann auch in der Beobachterauswertung zur Sprache. Jedoch musste man wie immer anerkennen, dass es sich um nicht zu korrigierende Tatsachenentscheidungen handelt.

Nach dem Wechsel präsentierte sich der Gast deutlich druckvoller und spielerisch stärker. Endlich nahmen die Spieler von "Altlü" die Zweikämpfe an, störten den Gegner früher und agierten gut über die Außenpositionen. Dadurch wurde es auch endlich vor dem Strausberger Tor gefährlich. Marcel Hegert gelang dann per Kopf der Anschlusstreffer zum 2:1 nach Freistoß von Owczarek (55.).

In der Folge wurde Owczarek letztlich zur tragischen und spielentscheidenden Figur. Nach herrlichem Zuspiel von Hegert in den freien Raum, lief er völlig allein mit Ricky Djan-Okai Richtung Strausberger Tor. Trotz aller Zeit der Welt zum Einschieben versuchte er jedoch einen Heber - genau in die Arme von FC-Torhüter Niklas Bledow (58.).

Auch danach hatten die Gäste noch weitere gute Einschussmöglichkeiten. Nach toller Vorarbeit des fleißigen Djan-Okai scheiterte Ferdi Yaylaci aber an Torwart Bledow, der eine klasse Reaktion zeigte (61.). Der Keeper hielt auch gegen Faruk Sentürk (74.) und reaktionsschnell den Schuss von Djan-Okai nach Doppelpass mit Yaylaci (76.).

Trotz aller Anstrengungen, die Bemühungen der Gäste sollten bis zum Abpfiff unbelohnt bleiben. Im Gegenteil, für Lila-Weiß kam es im Endergebnis sogar noch schlimmer. Owczarek hatte in der 83.Minute das Leder im eigenen Strafraum sicher geklärt und angenommen. Doch dann vertändelte er den Ball und verlor ihn an Martin Kemter. Mit einem Schuss aus zehn Metern traf der zum 1:3. Obwohl der SVA dank der Steigerung in Hälfte zwei dem Ausgleich mehrfach nahe war, ist der Strausberger Sieg jedoch nicht unverdient.

Strausberg: Bledow - Pawlowski (79. Hatipoglu), Wiejkuc, Turek, Ulutürk, Rötzscher (85. Pilz), Bolte, Habibli (62. Mertins), Cierech, Kemter, Ilausky

Altlüdersdorf: Neumann -- Saatci (90. E.Moldenhauer), Sidorowicz, Stoeter, M.Moldenhauer Owczarek, Hegert (81. Ulasowicz), Marten (90. Karisik), Yaylaci, Sentürk, Djan-Okai

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG