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Den Countdown auf dem Handy

Akribische Vorbereitung: An den Tafeln sind die vier Aufgabenbereiche samt der 29 Teams angeheftet worden. Azubi Benjamin Reichelt aktualisiert, während Bürgermeister Karsten Knobbe Anweisungen erteilt.
Akribische Vorbereitung: An den Tafeln sind die vier Aufgabenbereiche samt der 29 Teams angeheftet worden. Azubi Benjamin Reichelt aktualisiert, während Bürgermeister Karsten Knobbe Anweisungen erteilt. © Foto: MOZ Gerd Markert
Margrit Höfer / 27.08.2016, 07:11 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Der Countdown läuft. Am kommenden Wochenende ist Hoppegarten Gastgeber des Brandenburg-Tages. Motto des Landesfestes ist "Hoppegarten ... Gut im Rennen". Die Märkische Oderzeitung überprüft dies in einer kleinen Serie in den kommenden Ausgaben.

Fast zweieinhalb Jahre sind seit dem 20. März 2014 vergangen. Dem Tag, an dem Hoppegarten den Zuschlag für das Ausrichten des 15. Landesfestes erhielt. Nun ist es gerade mal noch eine Woche, bis es tatsächlich soweit ist. Seit etwa anderthalb Jahren, sagt Bürgermeister Karsten Knobbe, läuft die heiße Phase. Seitdem hat er auf seinem Handy auch eine Countdown-app. Der läuft am 3. September, 11 Uhr, ab. Denn dann wird er auf der Rathaus-Bühne mit Ministerpräsident Dietmar Woidke das Landesfest eröffnen. Vor Knobbe und seinen Mitarbeitern liegen dann noch einmal aufregende, arbeitsintensive Stunden, bis Sonntagabend das Landesfest hoffentlich ohne besondere Vorkommnisse, außer Freudigen, endet.

Doch wer nun glaubt, dass Knobbe irgendwie aufgeregt wirkt, der täuscht sich. "Wir verwandeln unsere Verwaltung ab Montag, 8.30 Uhr, in eine Stabsstelle mit vier Aufgabenbereichen und 29 Einzelteams. Die üblichen Fachbereiche gelten dann nicht mehr", sagt Knobbe. Und fügt an: "Ich bin deshalb so ruhig, weil ich hier ein tolles Team habe, das mitzieht." An einer Tafel wurde in den vergangenen Tagen bereits exakt bestimmt, welcher Verwaltungs-Mitarbeiter wo was zu erledigen hat und zuständig ist sowie wer wem was zu melden hat. Damit alles reibungslos läuft, gilt die Stabsstelle ab Montag. Täglich, 8.30 Uhr ist Treff. So, dass sich alle schon daran gewöhnen. Auch daran, dass zum Beispiel Bauhof-Chef Mario Buchhorn dann Vorgesetzter von Fachbereichsleiterin Bianca Hinkel ist.

Von den rund 240 Angestellten der Gemeinde, darunter auch alle Kita-Erzieherinnen, - werden zum Brandenburg-Tag rund 200 zum Einsatz kommen. Und sich mit Handys, aber auch Walkie- Talkies verständigen. "Wir haben beim Landesfest in Spremberg bemerkt, dass das Handynetz überlastet war. SMS trudelten erst nach Stunden ein. Telefonieren ging fast gar nicht. Das können wir uns hier nicht leisten", sagt das Gemeindeoberhaupt. Die Telekom stellt extra noch einen Verstärkermasten auf. Die Handys werden auf eine alte Frequenz, die kaum einer nutzt, umgestellt.

Knobbe wird am Brandenburg-Tag auch von Familienmitgliedern begleitet. Etwa von der zweitjüngsten Tochter Josefine (17). Sie hat die Technik für ihren Vater zu hüten, wenn der in offizieller Mission unterwegs ist. "Ein Handyklingeln in diesem Augenblick kann ich nicht gebrauchen", sagt Knobbe. In der Stabsstelle im Haus der Generationen werden derweil bei Angela Schnabel alle Fäden zusammenlaufen. Auch die Vertreter u. a. von VBB, der Sicherheits- und Rettungsdienste sitzen dort.

Besonderes Thema in den kommenden Tagen wird die Sicherheit sein. Rund 200 000 Menschen werden zum Landesfest erwartet. Da gebe es Absprachen mit der Polizei und sei der Wachschutz verstärkt worden. "Wir werden kurzfristig entscheiden, ob wir vom Hausrecht Gebrauch machen und Taschenkontrollen durchführen", sagt Knobbe.

Neben öffentlichen Terminen von einer Pressekonferenz am Dienstag in der Staatskanzlei bei Minister Dietmar Woidke bis hin zu Fernsehauftritten gibt es aber für Karsten Knobbe und sein Team noch jede Menge mehr in den kommenden Tagen zu erledigen. Da legt jeder Hand an. Selbst bei so Kleinigkeiten wie dem Abkärchern einer verschmutzten Brandenburg-Tag-Werbeplane, die noch in Birkenstein aufgehängt werden soll, oder das Vermessen von Zaunpfosten für den Künstler, der im Auktionshaus ausstellt. Letzteres wurde dafür extra gemalert. Rasen ist allerorten noch zu mähen. Der Bauhof wird überall noch Schilder aufstellen müssen, beispielsweise die Ausschilderung für die größeren Parkplätze, die auf dem KWO-Gelände und gegenüber von Clinton. Der Netto-Parkplatz in der Lindenallee wird zu einem Fahrradabstellplatz. In den kommenden Tagen wird noch der Kaiserbahnhof eingerüstet, endlich kam die Freigabe des vorzeitigen Beginns.

An diesem Sonnabend hat der Bürgermeister von 10 bis 14 Uhr zum Subbotnik in der Gemeinde aufgerufen. Und hofft, dass viele Hoppegartener helfen, ihren Ort für das große Landesfest zu putzen und sich auch auf diese Weise als gute Gastgeber präsentieren.

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