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"Brieselanger Licht": Jugendliche im Horror-Wahn

Die Polizei ermittelt nun gegen den Waffenbesitzer.
Die Polizei ermittelt nun gegen den Waffenbesitzer. © Foto: Rachner
Patrik Rachner / 28.08.2016, 12:52 Uhr
Brieselang/Falkensee (MOZ) Sie wollten Angst und Schrecken verbreiten, nun wird strafrechtlich ermittelt: Sechs Jugendliche aus Falkensee haben in den frühen Morgenstunden des Sonntags in Brieselang für einen Eklat gesorgt. Offenbar von Horror-Filmen inspiriert, maskierten sie sich mit Staubmasken, um in einem Waldstück bei Brieselang Grusel zu verbreiten. Besucher, die sich gegen ein Uhr nachts auf der Suche nach dem medial bekannten Mysterium "Brieselanger Licht" begeben hatten, wurden von den Jugendlichen umstellt. Die 17- bis 19 Jahre altenTäter blockierten mit ihrem Wagen das Auto der "Lichtsucher". Sie zogen Äxte, Macheten, Säbel und gar eine Schreckschusspistole. Die Opfer konnten jedoch flüchten und die Polizei informieren. In der Folge wurden die jungen Leute von Beamten gestellt. Gegen den Besitzer der Schreckschusspistole wird nun wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Er hatte keinen Waffenschein. Die weiteren Täter müssen laut Angaben eines Polizeisprechers allerdings keine gravierenden Konsequenzen befürchten.

Zum Hintergrund "Brieselanger Licht": In dem Brieselanger Waldstück soll an einer bestimmten Stelle immer wieder ein unheimlich wirkendes Licht gesichtet worden sein. Eine Erklärung für das Phänomen gibt es nicht. Dennoch begeben sich "Geisterjäger" immer wieder in den Wald, um das Mysterium zu ergründen. Mal grünes, mal weißes Leuchten soll gesichtet worden sein. Der Brieselanger Autor Günter F. Janßen hatte sich in einem Buch "Lieschens Wald" vor dem Hintergrund der Ermordung eines Mädchens dem Kuriosum angenommen. Auch in TV-Produktionen ist das "Brieselanger Licht" bereits thematisiert worden.

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