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SVF sichert Betrieb mit allen Mitteln / Neue Fahrer werden eingestellt

Taxi auf der Nachtbuslinie

Frank Groneberg / 02.09.2016, 05:07 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Nach dem für Donnerstag angekündigten Aus des Betriebs der Firma Busreisen Homann ist es in der Nacht zu Donnerstag im Nahverkehr zu einem ersten Ausfall gekommen. Auf der Nachtbuslinie N 1 musste die Fahrt um 1.20 Uhr ab Bahnhof gestrichen werden. Die nächsten Fahrten wurden mit einem Großraumtaxi absolviert.

"Der Fahrer des Unternehmens Homann hatte seine Arbeit um 0.45 Uhr eingestellt", erklärte Wolfgang Worf, Geschäftsführer der Stadtverkehrsgesellschaft mbH (SVF), auf Nachfrage. "Wir waren davon ausgegangen, dass er seine Schicht noch zu Ende fährt." Um die folgende Tour abzusichern, sei ein Großraumtaxi mit neun Plätzen angemietet worden. Auch in den nächsten Nächten könnten unter Umständen wieder Taxis eingesetzt werden, räumte Wolfgang Worf ein. "Die Bedienung der Nachtlinien wird auf jeden Fall gewährleistet, einen weiteren Ausfall werden wir verhindern."

Wie berichtet, hatte der Frankfurter Unternehmer Harald Homann am 3. August Insolvenz angemeldet, weil er zahlungsunfähig ist. Als selbstständiger Mittelständler ist von der Insolvenz nicht nur er privat, sondern auch sein inhabergeführter Betrieb betroffen. Die Firma Busreisen Homann hatte als Subunternehmen der SVF 20 Prozent des Nahverkehrsangebotes der SVF abgedeckt. Seit Donnerstag kann die Firma die Leistungen nicht mehr erbringen und die SVF muss die Fahrten selbst abdecken.

Außerhalb der Nachtlinien werde es aber keine Einschränkungen geben, versicherte Wolfgang Worf am Donnerstag. Auch das Zusatzangebot auf der Linie 986, die noch bis Sonntagabend zum Helenesee fährt, sei gesichert. Auf Unterstützung von anderen Verkehrsunternehmen müsse aktuell nicht zurückgegriffen werden, betonte der Geschäftsführer.

Um alle Fahrten gewährleisten zu können, wurden am Donnerstag die ersten neuen Fahrer - alle ehemalige Angestellte von Harald Homann - bei der SVF eingestellt. "Wir geben den Fahrern eine Chance, bieten ihnen zunächst einen befristeten Arbeitsvertrag an", sagte Wolfgang Worf. "Im Idealfall werden sie dann bei uns auf ihren bisherigen Buslinien eingesetzt."

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