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Ein Prosit auf ein gelungenes Fest

Dem Spender sei Dank: Ein Besucher des Brandenburg-Tags hatte den Mannen vom Hönower Schützenverein Tyskie spendiert. Das ist ein polnisches Bier, das die Partnerstadt Rzepin anbot. Zuvor hatten die Männer mit einem Schuss aus der Sanften Susanne das Land
Dem Spender sei Dank: Ein Besucher des Brandenburg-Tags hatte den Mannen vom Hönower Schützenverein Tyskie spendiert. Das ist ein polnisches Bier, das die Partnerstadt Rzepin anbot. Zuvor hatten die Männer mit einem Schuss aus der Sanften Susanne das Land © Foto: MOZ/Margrit Höfer
Margrit Höfer und Dirk Schaal / 04.09.2016, 19:22 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Brandenburg hat am Wochenende in Hoppegarten gefeiert. Mit Musik, interessanten Vorführungen, Ausstellungen, Angeboten, Vorträgen, Rennen und einem tollen Feuerwerk. Wie es bei so großen Veranstaltungen ist, gab es viel Lob, aber auch kritische Stimmen.

Wer Lust hatte, der konnte jede Menge auf dem Brandenburg-Tag erfahren. Etwa, dass der THW-Ortsverband Prenzlau mit der Chiemseepumpe auch verschmutztes Wasser absaugen kann. "Die Pumpe ist sehr leistungsstark und zieht auch bis zu tischtennisballgroße Stücke durch. Brauchen wir beim Hochwasser", erzählte Christopher Piehler. Oder, dass die Justizbehörde sehr viel Humor hat. Denn am Bus, mit dem Gefangene transportiert werden, hing ein Zettel: "Wir suchen Dich." Der wiederum führte zu Justizvollzugsobersekretärsanwärterin Vivien Glomba. Sie bestand nicht nur auf Nennung ihrer kompletten Berufsbezeichnung, sondern berichtete mit Freude über ihre Ausbildung und, dass Nachwuchs gesucht wird.

Wer mochte, konnte jede Menge essen und trinken. Mehr als 100 Cateringstände gab es. Exotisch wirkte unter all den Grillgerichten, Bowlewagen und Bierständen die Mostquetscherei von Mario Flach aus Biesdorf und der Hemme-Milchstand aus der Uckermark. Dort boten Verena Spann und Maria Schmidt u. a. Erdbeershake an.

Vieles konnte man besichtigen. Wie etwa das begehbare Auge unweit des Gesundheitszentrums. Dort waren auch Selbstests möglich. Etwa, ob die Nase gut funktioniert. Denn am Stand von Lea Tautz, die die Stadt Bad Belzig vertrat, konnte man den Duft von Salzen erriechen und an einem Quiz teilnehmen. "Ich probiere hier alles aus", kündigte Christina Stapler aus Forst bei Cottbus fröhlich an.

Probiert haben viele auch die Pferdebuletten, die es an mindestens zwei Ständen gab. "Na", scherzte Bertram Weiß aus Berlin, "da übertreiben die Hoppegartener jetzt aber ein bisschen mit ihrer Fest-Ausrichtung zum Pferd."

Ausprobiert haben sich einige auch im Handwerk. So waren u. a. Peter Paskauskas, Fachgruppenvorsitzender Rheinhessen-Vorderpfalz der Dachdeckerinnung, und Geselle Stefan Höfer unweit vom DGB-Zelt zu finden. Sie boten den Besuchern an, Schiefer selbst zu schlagen. Eine, die das nutzte, war Christel Heinze aus Berlin.

Sehr viele nette Leute waren unterwegs. Wie etwa Alfred Neumann von der Willkommensinitiative Hoppegarten. Die hat Geld gesammelt für Adnan aus Syrien und Mohammed aus Afghanistan. Die Elfjährigen trainieren beim SC Dynamo Hoppegarten Judo. Bis Sonnabend fehlten ihnen die richtigen Anzüge. Nun haben sie welche sowie Jacken, die ihnen Joe Kelly übergab. Die sechs Schornsteinfeger der Frankfurter Innung ließen sich gern fotografieren und verteilten kleine Glücksbringer. Erwähnt seien aber auch die vielen Mitarbeiter der Verwaltung in ihren grünen Shirts, die immer ein offenes Ohr für die Besucher hatten, so wie es auch auf ihren Shirts stand. Oder die Mannen vom Hönower Schützenverein, die mit einem Schuss aus der Sanften Susanne das Fest am Sonnabend eröffnet hatten. Da strahlten Bürgermeister Karsten Knobbe und Ministerpräsident Dietmar Woidke mit der Sonne um die Wette.

Und lagen zu dieser Zeit die Schätzungen bei 200 000 Gästen. Rund 120 000 sollen es dann tatsächlich gewesen sein. "So viele zufriedene Gäste sind mir lieber, als 200 000 die sagen, naja. Wir hatten mit zwei Großveranstaltungen in Berlin heftig Konkurrenz, dazu kamen Einschulungen und das Ferienende", sagt Knobbe.

Er sei sehr zufrieden mit dem Verlauf des Brandenburg-Tages. Sonntagabend hat er den Staffelstab an seinen Kollegen Oliver Hermann aus Wittenberge an der Elbe übergeben.

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