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35 Jahre Utopia

Utopia-Sänger und Gründungsmitglied Christian Rudolf (li.) mit Gitarrist Bodo Mackebrandt, der in den 1990er Jahren bei "Utopia" spielte.
Utopia-Sänger und Gründungsmitglied Christian Rudolf (li.) mit Gitarrist Bodo Mackebrandt, der in den 1990er Jahren bei "Utopia" spielte. © Foto: weber
Simone Weber / 07.09.2016, 08:47 Uhr
Premnitz (MOZ) Mit "Here I go again" traten die Gründungsmitglieder Christian Rudolf, Frank Schmundt, Fred Westermann, Frank Basner gemeinsam Bodo Mackebrandt und Christian Basner um 21.00 Uhr auf die Bühne. Nach Unholy Age hatten Utopia das 37. Dachsbergfest in Premnitz eröffnet.

Obwohl sich die 1981 gegründete Band nie aufgelöst hat, existiert Utopia spätestens seit 2001 eigentlich nicht mehr. So sind ihre Jubiläumskonzerte ein seltenes und besonderes Treffen der meisten Musiker und ehemaligen Techniker mit ihren Fans und Freunden seit ihrer gemeinsamen Schulzeit.

"Ich hab das erste Jubiläumskonzert, am 15. April 2006, in der alten Wolpryla-65-Kantine, kurz vorm Abriss, miterlebt", erinnerte sich der Premnitzer Hans-Jürgen Ebert. "Damals waren zirka 400 bis 500 Leute da. Das war eine super Stimmung!" Fünf Jahre später, am 9. Juli 2011, organisierte die Band im TSV-Chemie-Stadion ihr Konzert zum 30-jährigen Gründungsjubiläum mit rund 900 Fans.

"Ich lebe seit 27 Jahren in Hamburg. Aber Premnitz ist immer noch meine Heimat", so Christian Rudolf auf der Bühne zum 35-Jährigen. "An der B5, von Hamburg kommend, wurde ich durch die Reiher und Störche begrüßt. Heute war ich mit meiner Mutter, die noch hier wohnt, an der Havel spazieren. Das Havelland ist einfach schön."

Immer wieder erinnerte der Sänger, heute erfolgreicher Fernsehschauspieler (viele TV-Serien wie Jimi Stadler in der Lindenstraße) und Sprecher, an die alten Zeiten und holte Freunde auf die Bühne. "Im Doppelstockbett von Maazi hat damals alles angefangen. Der Wohnblock in der Nexö-Straße ist mittlerweile abgerissen", so Rudolf. "Als Band waren wir nie angepasst. In Wernigerode hatten wir einmal Lindenbergs Sonderzug nach Pankow gespielt und wurden dafür runtergestuft." Auch zum Dachsbergfest-Konzert gehörten Titel von Lindenberg dazu.

Bei den vornehmlich älteren Liedern feierten die Fans "ihre" Band. Vor allem bei NDW-Hits wie Goldener Reiter ging die Post ab. Auch ehemalige Techniker der Band wie der Rhinower Andreas Fricke standen immer wieder auf der Bühne. Ein tolles Konzert für die zahlreichen Fans und die Musiker, die sichtlich Spaß auf der Bühne hatten. "Toll, hier kennt man jeden", sagte Fred Westermann, der immer noch mit seinen Soli überzeugte.

1981 hatten die Schulfreunde Christian Rudolf (Gesang), Frank Basner (Gesang, Gitarre), Frank Schmundt (Gitarre), Andreas Maaz (Keyboard), Gunter Burkamp (Bass) und Fred Westermann (Drums) Utopia gegründet. Die Band mit DDR-Sonderstufen-Einstufung tourte im altersschwachen Robur LO2000 durch das Land. Im Jahr 1986 belegten sie bei einer Umfrage der damaligen Jugendzeitung Junge Welt bereits Platz 18 unter 192 aufgelisteten DDR-Amateurbands. Schon im Jahr darauf war allerdings erst einmal Pause. In den 90er Jahren spielte die Band in verschiedenen Besetzungen wieder live, unter anderem mit Bodo Mackebrandt (Gitarre), Christian Sladek (Keyboard) und Arnim Beyer (Gitarre). Ab 2001 machten Basner, Schmundt und Westermann als Gruppe Tor 11 weiter. Für den heute in Bayern lebenden Drummer stieg 2007 Franks Sohn Christian Basner ein.

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