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Sachkundige Einwohnerin schlägt Bau einer Miniaturstrecke zum Beleben des leeren Bahnhofsgebäudes vor

Modelleisenbahner aufgerufen

Mandy Oys / 14.09.2016, 07:22 Uhr
Gransee (GZ) Eine große Modelleisenbahn soll den Granseer Bahnhof beleben, wenn es nach Marianne Albrecht (Die Linke) geht. Albrecht sitzt als sachkundige Einwohnerin im Finanz-, Kultur- und Sozialausschuss der Stadt und nutzte das Gremium, um ihre Idee vorzustellen. Die Modellbahnstrecke könne im Rahmen eines Schülerprojektes entstehen, an dem Granseer und Flüchtlinge beteiligt werden sollten, sagte Albrecht. "Es wäre ein vielfältiges Betätigungsfeld und ein touristisches Angebot." Sie selbst sei immer fasziniert von entsprechenden Fernsehsendungen. Dies könne sie sich auch für andere Menschen vorstellen und empfinde eine solche Anlage als Anziehungspunkt, den Gransee auch für Gäste suche. Der Bahnhof stünde damit jedenfalls nicht mehr leer. Gerade mit der Ankündigung von Marina Hillebrand, ihre Kulturreihe Bahnhofsbegegnungen nicht mehr weiterzuführen, müssten neue Lösungen für das Gebäude gefunden werden.

Darüber bestand Einigkeit im Ausschuss. Allerdings standen die meisten Mitglieder dem Vorschlag skeptisch gegenüber. Es gebe weder einen Modelleisenbahner in der Stadt, noch könne man die durchaus teure Anlage finanzieren. Marc Berger, ebenfalls sachkundiger Einwohner, fragte: "Wer soll es machen?". Die Idee sei nicht neu, sie sei aber gescheitert, weil es keine Bahner in Gransee gebe.

Ines Engelke (für SPD-Fraktion) nannte den Vorschlag "Utopie". Es gebe bereits viele Ideen für den Bahnhof, aber es hapere an der Umsetzung. "Ich hätte erwartet, dass schon eine Interessengemeinschaft vorhanden ist, wenn man solch einen Vorschlag macht", sagte Engelke. "Das wäre der nächste Schritt", entgegnete Marianne Albrecht.Auch Martina Witzlau (Bürger für Gransee) und Sebastian Beil (CDU) glaubten nicht daran, dass sich diese Idee umsetzen lässt.

Schließlich beendete die Ausschussvorsitzende die Diskussion mit einem Aufruf. "Vielleicht interessiert sich jemand dafür, wenn die Idee öffentlich wird", hoffte Helga Krahl (Die Linke). Man warte auf Resonanz.

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