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Heimstärke ist wichtiger Trumpf

Gunnar Reblin / 17.09.2016, 08:32 Uhr
Neuruppin (MZV) Mit durchaus breiter Brust geht der Handball-Club Neuruppin (HCN) als Verbandsliga-Aufsteiger in das Saison-Auftaktmatch gegen einen der Meisterschaftsfavoriten, den HV GW Werder II. Trainer Christian Will betont: "Wir müssen uns nicht kleiner machen als wir sind." Und: Er baut auf eine Serie, die am 24. Januar 2015 begann. Anwurf ist am Sonntag um 16 Uhr im Sportcenter.

Erst bei genauerer Betrachtung der Spielstatistik des HCN in der jüngeren Vergangenheit wird die

Heimstärke so richtig deutlich, die seit jenem Sonnabend, den 24. Januar 2015 eindrucksvoll fortwährend untermauert wurde. Und geht es nach den HCN-Akteuren, kann diese starke Serie gerne weiter anhalten - ein nicht unwichtiger Trumpf bleiben.

Am besagten Tag startete der HCN mit einem 30:15-Heimsieg über Angermünde ein nunmehr 15 Spiele andauernde Erfolgsgeschichte. Fünf Partien in der Saison 2014/2015 inklusive alle Auftritte vor eigenem Publikum in der abgelaufenen Aufstiegssaison. Am 6. Dezember 2014 war es die damalige Übermannschaft Berolina Lychen, die den HCN als letztes Gastteam bezwingen konnte (29:25). Natürlich hat HCN-Trainer Christian Will solch statistische Elemente in seinem Kopf gespeichert. Der 35-Jährige erinnert sich nicht nur wegen der Niederlage ungern an dieses Datum. "In diesem Spiel hat sich Christian Lück die Achillessehne gerissen", verzieht er noch knapp anderthalb Jahre ob der schwere der Verletzung das Gesicht. Im Bewusstsein der im Anschluss erworbenen Heimstärke hellt es sich wieder auf. "Daher sage ich auch vor dem Start in der neuen Liga und vor der Aufgabe gegen einen absoluten Top-Gegner: "Wir müssen uns nicht kleiner machen als wir sind. Wir sind in der Lage, gegen jeden Gegner in dieser Liga zu bestehen und auch zu gewinnen", klingt in Wills Stimme nach voller Vorfreude und zugleich in ihr auch die Überzeugung mit, eine schlagkräftige Mannschaft aufs Parkett bringen zu können. "Unser Ziel sollte es sein, neben guten Handball zu spielen, dass wir zu Hause auch weiter ungeschlagen bleiben." Jedoch, so betont es der Coach, sei es extrem wichtig, dass er alle Optionen, die sein Kader bietet, auch nutzen kann. "Sollten uns Schlüsselspieler aufgrund von Verletzungen wegbrechen, wird es schwer, diese Ausfälle kompensieren zu können."

Dass im ersten Saisonspiel gleich eine Herkulesaufgabe bevorsteht, ist allen bewusst. Mit 18 Siegen in 18 Begegnungen sind die Potsdamer in der Vorsaison verlustpunktfrei durch die Mitte-Staffel der Landesliga marschiert und aufgestiegen. "Daher werden sie für mich automatisch hoch gehandelt", so der HCN-Coach, der anfügt: "Und da die erste Mannschaft von Werder im Sommer aufgerüstet hat, könnte es auch sein, dass einige Akteure in die Reserve rutschen. Das macht es für uns nicht einfacher."

Ein Werderaner Nachrücker, den Will dabei im Kopf hat, ist mit Fabio Pastor ein Neuruppiner. Er wechselte vor der Saison aus Neubrandenburg nach Potsdam (RA berichtete) und sammelt nach einer Verletzungspause Spielpraxis in der Werder-Reserve, um dann bald wieder bei der ersten Mannschaft in der Dritten Liga anzugreifen. HCN-Coach Will: "Ich gehe davon aus, dass wir auf ein ähnlich bestücktes Werder-Team wie zuletzt im Pokal treffen, und da war Fabio ja auch dabei."

Ob auf Neuruppiner Seite Kapitän Marcel Pekrul (Knieprobleme) und William Kehnscherper (Schulter) mitwirken können, ist ungewiss. "Ich hoffe darauf, gerade weil beide für unsere Offensive sehr wichtig sind", so Will. Ansonsten herrscht im HCN-Lager der einhellige Tenor: Es wird Zeit, dass es endlich los geht. Alle sind bis in die Haarspitzen motiviert. Will: "Wenn wir jetzt noch eine stabile Abwehrarbeit aufs Parkett bringen, sehe ich uns leicht im Vorteil." Und dann ist da ja noch die Heimstärke - ein nicht zu unterschätzender Trumpf.

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