Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Empfang der Goldkanuten: Die "Stecknadel Schwedt" kann Olympia

Die Olympiasieger Sebastian Brendel (r.), Jan Vandrey und ihr erster Trainer, Michael Tümmler (hinten l.), verewigen sich im Beisein von Bürgermeister Jürgen Polzehl und vor vielen Zuschauern in diesem besonderen Schriftstück der Oderstadt.
Die Olympiasieger Sebastian Brendel (r.), Jan Vandrey und ihr erster Trainer, Michael Tümmler (hinten l.), verewigen sich im Beisein von Bürgermeister Jürgen Polzehl und vor vielen Zuschauern in diesem besonderen Schriftstück der Oderstadt. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Jörg Matthies / 24.09.2016, 08:00 Uhr - Aktualisiert 24.09.2016, 10:01
Schwedt (MOZ) Die Gefühle waren noch einmal da: Genau 34 Tage nach ihrem gemeinsamen Kanu-Olympiasieg von Rio de Janeiro sind am Freitagnachmittag Sebastian Brendel und Jan Vandrey im Wassersportzentrum am Kanal herzlich von rund 200 Uckermärkern empfangen worden.

Zwei Tage Mitte August werden mit Sicherheit in die Sport-Chronik der Oderstadt eingehen: Zunächst verteidigte Sebastian Brendel (28) am 16. August im Einer-Canadier seinen Titel von London, vier Tage später kämpfte er sich mit Olympia-Debütant Jan Vandrey (24) zur Goldmedaille im Zweier und ist seither offiziell der erfolgreichste Schwedter Sportler aller Zeiten.

Die Gefühle waren noch einmal da: Genau 34 Tage nach ihrem gemeinsamen Kanu-Olympiasieg von Rio de Janeiro sind am Freitagnachmittag Sebastian Brendel und Jan Vandrey im Wassersportzentrum am Kanal herzlich von rund 200 Uckermärkern empfangen worden.
Bilderstrecke

Stadt empfängt Kanu-Goldmedaillen-Gewinner von Rio de Janeiro

Bilderstrecke öffnen

"Schwedt ist auf der Weltkarte gerade mal so groß wie ein Stecknadelkopf - aber ihr beiden habt in Rio bewiesen: Schwedt kann Olympia!", drückte Bürgermeister Jürgen Polzehl seine große Anerkennung für die zwei Kanu-Helden aus. "Emotionen pur im Media-Markt, niemand schämte sich seiner Freudentränen, alle lagen sich in den Armen - unvergessliche Augenblicke", erinnerte er noch einmal an das "Olympia-Viewing" der MOZ von den beiden Finalläufen.

"Ihr seid ein tolles Team, große Vorbilder für unsere Nachwuchssportler und unsere Schwedter Formel 1" - standesgemäß überreichte das Stadtoberhaupt in diesem Sinne zwei große Sektflaschen als Geschenke, zu denen noch T-Shirts mit der Aufschrift "Ich bin ein Schwedter", Sporttaschen und Aquarium-Gutscheine hinzu kamen.

"Das ist doch heute ein sehr angenehmer Termin, in seiner Heimatstadt und beim ersten Verein begrüßt zu werden", antwortete zuvor Jan Vandrey auf die Frage, ob er denn den öffentlichen "Marathon" nach dem Rio-Sieg noch ertragen könne. Schließlich hatte es in den zurückliegenden Wochen unter anderem in ihrer jetzigen Sport-Heimat Potsdam, beim MOZ-Forum in Frankfurt (Oder) sowie in diversen Fernsehstudios Termine für das Gold-Duo gegeben.

Die Percussiongruppe der Uckermärkischen Bühnen eröffnete auf die Minute genau 34 Tage noch dem Zweier-GoldTriumph mit einer fast schon dramatischen Trommel-Darbietung den offiziellen städtischen Empfang. Dann schritten Sebastian Brendel und Jan Vandrey, ihre Goldmedaillen um den Hals gehängt, durch ein - von Nachwuchs-Sportlern des Vereins Wassersport PCK gebildetes - Spalier von Kanupaddeln. Die achtjährige Merle verriet am Rande: "Na klar würde ich auch gern Olympiasiegerin werden."

Dann trugen sich Brendel und Vandrey sowie ihr Entdecker, Kanu-Trainer Michael Tümmler, ins Goldene Buch der Stadt ein. Im Trainingslager in Blossin hatte dieser - von Kameras eingefangen - das Zweier-Finale am 20. August im Fernsehen mitverfolgt. Jan Vandrey muss das in Rio zu sehen bekommen haben und schrieb per WhatsApp: "Du alte Heulsuse." Doch diese Gänsehautmomente hatte Tümmler vor fünf Wochen gern mit vielen geteilt, denn die Olympia-Goldmedaillen machen ihn natürlich auch unendlich stolz.

Anschließend gehörten die "Rio-Helden" erst einmal den Autogrammjägern und dann ihrem Heimatverein: Wassersport PCK hatte zu einer gemütlichen Grillparty eingeladen, bei der viele Talente natürlich auch mit ihren großen Vorbildern ins Gespräch kommen konnten. Von dort aus ging es für Brendel und Vandrey direkt aufs Schwedter Oktoberfest: Im Zelt am Haus Polderblick wurden sie von hunderten Sport-Anhängern nochmals gefeiert, kommentierten ihre eigenen Olympia-Rennen und stellten sich den Interviewfragen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG