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Purple Schulz bot in Kulturfabrik viele Hits

Eingespieltes Team: Purple Schulz (l.), begleitet von Gitarrist Markus Wienstroer, begeisterte am Freitagabend mit alten und neuen Songs die Besucher beim Konzert in der Kulturfabrik.
Eingespieltes Team: Purple Schulz (l.), begleitet von Gitarrist Markus Wienstroer, begeisterte am Freitagabend mit alten und neuen Songs die Besucher beim Konzert in der Kulturfabrik. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 10.10.2016, 06:45 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Es war bereits das dritte Mal, dass der Kölner Sänger Purple Schulz am Freitagabend in der Kulturfabrik auftrat. Dennoch wurde es wieder ein besonderer Abend.

Pärchen drängten sich im Musikkeller, aber auch Männercliquen und Frauen, die sich einen Mädelsabend machen wollten. Die Altersklasse war ab 40 Jahre aufwärts. Viele waren mit den Hits des Sängers in den 80er- und 90er-Jahren aufgewachsen. "Purple spielt schon das dritte Mal hier, aber heute sind wir das erste Mal ausverkauft", freute sich Kufa-Chef Klaus-Peter Oehler. Bei den Konzerten zuvor, so fügt er an, hatten viele Gäste einfach nicht geglaubt, dass es sich um den echten Sänger handelt. Das war nun anders - und die Kölsche Frohnatur hatte seine Fans von Beginn an auf seiner Seite. Mitgebracht hatte der 60-Jährige, der im wahren Leben Rüdiger Schulz heißt und als Fan von Deep Purple früh den Künstlernamen Purple Schulz erhielt, sein Programm "Der Kleine mit dem Unterschied". Das war wortwörtlich zu nehmen, denn nur Hits zu spielen, ist nicht das Ziel des 1,68 Meter großen Mannes mit der markanten Stimme. Stattdessen bot er eine Zeitreise mit Tiefgang, toll begleitet von Markus Wienstroer an Gitarre und Violine. Er sang viele Songs des Albums, das 2017 erscheint - und nahm dafür auch Live-Versionen in Fürstenwalde auf. Zwischendurch plauderte er übers Altwerden, die Demenz seines Vaters, die ihm 2012 zum Song "Fragezeichen" inspirierte, aber auch über die 30-jährige Liebe zu seiner Frau Eri. Doch immer wieder flammten auch kritische Töne auf - so sang er als Ausländer mit Perücke und Kostüm den Schlager "Wir werden es schaffen, das hat Mutti schon gesagt".

In der Pause sang Besucher Guido Herrmann schon "Verliebte Jungs" und hoffte bald auf den Hit. Enttäuscht wurde der Fürstenwalder nicht, denn Purple Schulz bot im zweiten Teil viele bekannte Songs wie "Kleine Seen" und "Du hast mir gerade noch gefehlt". Frenetisch gefeiert wurde "Sehnsucht", das er jedochin den aktuellen Kontext des syrischen Krieges setzte. Bei "Verliebte Jungs" sangen viele laut mit und tanzten. Erst nach fast drei Stunden und etlichen Zugaben endete das Konzert - und Purple Schulz versprach, spätestens im Februar 2018 hier wieder sein neues Programm zu spielen.

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