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Abrupt eingebrochen

Blau-weiße Hürde: Gegen die abgezockten Wusterwitzer fehlte den Neuruppinern am Sonntag oftmals die zündende Idee im Angriff. Hier versuchte es Christian Koall mal mit Wucht, doch sein Wurf blieb im Block hängen.
Blau-weiße Hürde: Gegen die abgezockten Wusterwitzer fehlte den Neuruppinern am Sonntag oftmals die zündende Idee im Angriff. Hier versuchte es Christian Koall mal mit Wucht, doch sein Wurf blieb im Block hängen. © Foto: MZV/Gunnar Reblin
Gunnar Reblin / 10.10.2016, 07:41 Uhr
Neuruppin (MZV) Neuruppin RA) Nach einer zwischenzeitlich starken Aufholjagd, die von einem 10:14-Rückstand zum 15:15-Ausgleich führte, folgte der abrupte Bruch. Der HC Neuruppin verlor gänzlich den Faden. Und somit riss die starke Serie von 16 Heimsiegen in Folge am Sonntag gegen Blau-Weiß Wusterwitz. Endstand: 22:29 813:15).

Unmittelbar nach Spielschluss hatte HCN-Trainer Christian Will noch keine Erklärung parat, warum sein Team nach einer "super Phase" zwischen der 28. und 34. Spielminute komplett die Kontrolle und den Zugriff auf die Partie verlor. "Da hatten wir den Gegner am Haken, rucken aber nicht an." Will hatte grundsätzlich eine zu hohe Fehlerquote ausgemacht, "vor allem in der wichtigen Phase" nach dem genannten Gleichstand.

Doch von Beginn an: Nach einem nervösen Start folgte mit der Knie-Verletzung von Jonas Simon ein weiterer Schock. Der Linksaußen hatten sich ohne Fremdeinwirkung das Knie verdreht, humpelte gestützt vom Parkett. Auf der anderen Seite erwischte es mit Michael Habermann kurze Zeit später ebenfalls den Linksaußen. Er war böse umgeknickt.

Nach dem 6:9-Rückstand war es vor allem Pascal Hindorf im Gäste-Tor, der den Hausherren mit starken Paraden den Nerv raubte. In der HCN-Offensive machte sich der Schlendrian breit. Erst eine doppelte Zeitstrafe für Wusterwitz brachte das Heimteam zurück ins Spiel, "denn diesmal klappte das Überzahlspiel besser als zuletzt", so Routinier Christian Lück. Zur Halbzeit war der HCN wieder im Geschäft.

Nach Wiederbeginn folgten drei Paraden von Dennis Plötz, zwei Tore und der Ausgleich. Doch dann agierten die Gastgeber so, als wenn ihnen der Stecker gezogen worden wäre. Alles was sich Trainer Christian Will an taktischen Kniffen auch einfielen ließ, Wusterwitz fand die Lücken, traf aus allen Positionen und hatte mit dem alles überragenden Dayan Schulze eine Rückraum-Waffe. Der mit höherklassiger Erfahrung ausgestattete Hüne machte in der Schlussphase den Unterschied.

Spielverlauf: 1:2 (5.), 3:6 (11.), 6:9 (17.), 6:12 (24.), 10:14 (28.), 13:15 (Halbzeit), 15:17 (38.), 17:19 (43.), 20:25 (55.), 22:28 (58.)

HC Neuruppin: Plötz, Pastor - Schulz (1), Kehnscherper (5), Simon, Koall (1), Lück (6/2), Lehmann, Posch, Wolf (1), Hecht (6), Dau (2), Ebert

Wusterwitz: Hindorf, Markus Quitzdorf - Mandler (4), Habermann (3), Müller (1), Schubarth (2), Manuel Quitzdorf, Schulze (13/5), Rabinski (4), Wollweber (2),Richter

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