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Einzelfahrschein wird teurer

Hier muss bald mehr rein: Fahrkartenautomat der SVF
Hier muss bald mehr rein: Fahrkartenautomat der SVF © Foto: FOTO Michael Benk
Frank Groneberg / 26.10.2016, 19:30 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Mit der Preiserhöhung im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) steigen zum Jahreswechsel auch in Frankfurt die Fahrscheinpreise. Neu sind ab 2017 die Vier-Fahrten-Karte und eine günstige Jahreskarte für Senioren ab 65 Jahre.

Fahrgäste des Nahverkehrs müssen ab dem 1. Januar 2017 in Frankfurt erneut tiefer in die Tasche greifen - zumindest dann, wenn sie Busse oder Straßenbahnen eher gelegentlich nutzen. Zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren werden die Einzelfahrscheine teurer. Um jeweils 10 Cent steigen die Preise für die Einzelfahrscheine - von jetzt 1,60 Euro auf 1,70 Euro im Regeltarif und von 1,10 Euro auf 1,20 Euro im Ermäßigungstarif. Zum 1. Januar 2015 war der Preis für den regulären Einzelfahrschein von 1,40 Euro auf 1,50 Euro erhöht worden, zum 1. Januar dieses Jahres von 1,50 Euro auf 1,60 Euro.

Die aktuelle Erhöhung kann aber umschifft werden, denn: Die Stadtverkehrsgesellschaft mbH (SVF) erweitert ihr Angebot um eine Vier-Fahrten-Karte. Diese kostet 6,40 Euro oder ermäßigt 4,40 Euro - also genauso viel wie derzeit vier Einzelfahrscheine zum Preis von je 1,60 Euro. Wer also künftig zur Vier-Fahrten-Karte greift, erspart sich die Preiserhöhung komplett.

Noch günstiger ist das Mitfahren in Bussen und Straßenbahnen freilich mit Monats- oder Jahreskarten. Hier bleiben die Preise stabil. Die Monatskarte kostet auch künftig 39,90 Euro, ihr Preis war zuletzt 2015 um 30 Cent erhöht worden. "Wer eine Monatskarte nutzt, spart künftig ab der 24. Fahrt", sagt SVF-Geschäftsführer Christian Kuke. Der Preis für die Jahreskarte mit monatlicher Abbuchung - 2015 um 3 Euro erhöht - bleibt bei 399 Euro. Auch die Zeitkarten für Schüler und Auszubildende werden nicht teurer, eine Monatskarte kostet für sie auch künftig 29,90 Euro.

Um den Frankfurter Senioren den Erwerb einer Zeitkarte noch schmackhafter zu machen, wird zum Jahreswechsel die Karte "Abo 65vorOrt" eingeführt. Bei monatlicher Abbuchung kostet diese 340 Euro im Jahr. Pro Monat sind das 28,33 Euro, deutlich weniger als die normale Monatskarte. Für 340 Euro pro Jahr gibt es zwar weiterhin auch die 9-Uhr-Karte zu kaufen, aber: "Die neue Karte für Senioren ab 65 Jahre ist zum selben Preis rund um die Uhr gültig", betont Christian Kuke. Einzige Einschränkung: Die Karte "Abo 65vorOrt" ist personengebunden und es dürfen auch keine anderen Fahrgäste kostenlos mitgenommen werden.

Teurer werden ab 2017 auch die Tageskarten, die künftig 3,60 Euro statt 3,30 Euro bzw. ermäßigt 2,60 Euro statt 2,40 Euro kosten. Der Preis für eine Kleingruppen-Tageskarte steigt von 7,80 Euro auf 8,10 Euro.

Die Preise werden nicht von den Unternehmen, sondern vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) festgelegt. Der VBB beschließt Veränderungen nach einem festgelegten Index, der zu 83 Prozent die Entwicklung der Verbraucherpreise in der Region und andererseits die Kostenentwicklung bei Kraftstoffen und Strom berücksichtigt. Der Preisanstieg im VBB beträgt diesmal durchschnittlich 0,56 Prozent - zum 1. Januar 2016 waren das 1,84 Prozent. In Cottbus, Brandenburg/Havel und Frankfurt sind die Fahrpreise identisch. "Wir haben innerhalb der kreisfreien Städte abgestimmt, dass die Abo-Karten attraktiv bleiben müssen und deshalb eher die Einzelfahrpreise erhöht werden", erklärt Christian Kuke.

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