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Bundesweit Platz vier im Fach Deutsch / Auch Englisch-Unterricht mit Verbesserungen

Brandenburgs Schüler steigern sich

Auch die Lehrer wurden gefördert
Auch die Lehrer wurden gefördert © Foto: dpa
dpa/Ulrich Thiessen / 29.10.2016, 09:10 Uhr - Aktualisiert 29.10.2016, 10:29
Potsdam (dpa/MOZ) Gute Noten für Brandenburgs Neuntklässler: Im Fach Deutsch haben sie beim Lesen laut einer Studie kräftig zugelegt.

Verglichen mit dem Jahr 2009 haben die Brandenburger Schüler im bundesweiten Deutsch-Vergleich neun Plätze gut gemacht, wie aus dem am Freitag in Berlin vorgestellten Ländervergleich "IQB-Bildungstrend 2015" der Kultusministerkonferenz hervorgeht. Brandenburg landete auf Platz vier (2009: Platz 13) und liegt damit über dem Bundesdurchschnitt. Deutschlandweit gab es demgegenüber einen leichten Rückgang der im Durchschnitt erreichten Kompetenzen beim Lesen.

Im Bereich Rechtschreibung im Fach Deutsch landete Brandenburg auf Platz sechs (2009: Platz 14), die positive Entwicklung im Jahresvergleich ist hier noch stärker gewesen als beim Lesen. Ähnlich gute Ergebnisse gab es für die märkischen Neuntklässler auch im Bereich Zuhören im Fach Deutsch.

Bei der überprüften Fremdsprache fielen für Brandenburg die Ergebnisse allerdings nicht ganz so gut aus: Die Schüler haben sich beim Lesen und Hörverstehen zwar gesteigert, liegen aber weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt.

Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) führt die Fortschritte auf die Qualitätsverbesserung an den Schulen zurück. "Der Erfolg zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte er in Potsdam.

Nach den Studienergebnissen des Jahres 2009 wurde laut Ministerium ein Maßnahmenpaket aufgelegt. Zum Beispiel seien Beraterteams an Schulen gegangen. Für Englischlehrer wurden demnach Fortbildungen angeboten und es gab einen regen Schüleraustausch mit Großbritannien und den USA.

Kritisch ging allerdings der Sprecher des brandenburgischen Landeselternrates, Wolfgang Seelbach, mit der Landesregierung ins Gericht. Er erklärte, dass die mäßigen Ergebnisse der brandenburgischen Schüler im Englisch-Hörverstehen absehbar gewesen seien. Viele Englischlehrer seien in den vergangenen Jahren nachqualifiziert worden. Sie würden vor allem mit Arbeitsblättern und Texten zum Ausfüllen arbeiten. Das Sprechen in der Fremdsprache kommt nach Ansicht des Landeselternrates dabei zu kurz.

Das ländereigene "Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen" (IQB) an der Humboldt-Universität Berlin organisiert den Ländervergleich als Ergänzung zu den internationalen PISA-Tests. In Brandenburg beteiligten sich dieses Mal laut Bildungsministerium 2031 Neuntklässler aus 88 Schulen. Untersucht wurden die Fähigkeiten der Schüler in den Fächern Deutsch und Englisch.

Bundesweiter Spitzenreiter der Studie bleibt Bayern. Überraschend ließen Baden-Württembergs bisher überdurchschnittlich gute Schulen Federn. Schlusslichter sind Länder mit vielen Migranten, etwa die Stadtstaaten Bremen und Berlin.

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