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Partnervermittler zwischen Zivilgesellschaften

Teamwork: Darius Müller und Magdalena Antoniewicz wollen brandenburgisch-polnische Kontakte fördern.
Teamwork: Darius Müller und Magdalena Antoniewicz wollen brandenburgisch-polnische Kontakte fördern. © Foto: MOZ/Dietrich Schröder
Dietrich Schröder / 03.11.2016, 09:10 Uhr
Trebnitz/Posen (MOZ) Die gute Nachricht zuerst: "Von polnischer Seite sind schon fast alle Plätze für unser Zivil-Gesellschaftsforum im Dezember ausgebucht." Die im westpolnischen Posen (Poznan) lebende Magdalena Antoniewicz hatte nach eigenem Bekunden keine Probleme, Interessenten aus der Großstadt und deren Umgebung zu finden, die künftig Kontakte nach Brandenburg knüpfen oder verstärken wollen.

Ein dreitägiges Forum vom 14. bis 16. Dezember, bei dem Vereine, Bildungsträger und andere Organisationen aus beiden Regionen über gemeinsame Projekte aber auch deren Finanzierung reden wollen, ist das erste Vorhaben der von der Landesregierung neu eingesetzten Partnerschaftsbeauftragten für die Region Wielkopolska. Der Begriff "Wielkopolska" (auf Deutsch "Großpolen") sorgt hierzulande immer für etwas Verwirrung, ist aber nichts anderes als die Bezeichnung für die Region, in der vor tausend Jahren das Zentrum des polnischen Staates war.

"Im Grunde fühlen sich die Posener der Grenzregion zu Deutschland zugehörig", weiß Darius Müller zu berichten. Der Leiter des Begegnungszentrums in Trebnitz bei Seelow (Märkisch Oderland) organisiert mit seiner Mannschaft seit Jahren vor allem Jugendbegegnungen mit dem Nachbarland. "Weil die Landesregierung jetzt noch mehr Kontakte zur polnischen Zivilgesellschaft fördern will, nachdem es in der Vergangenheit eher um die Wirtschaft ging, haben wir uns um diese Aufgabe beworben", sagt Müller.

Das Vorhaben sei auch deshalb von Reiz, weil es zwischen dem eine halbe Million Einwohner zählenden Posen und seinem Umland ein ähnliches Gefälle gibt, wie zwischen Berlin, dessen Speckgürtel und den Randregionen Brandenburgs. "Wir wollen mit den Polen deshalb auch über Perspektiven von Jugendlichen im ländlichen Raum reden", kündigt Müller an. Zudem gäbe es Brandenburger Organisationen, die sich zwar für Polen interessieren, aber gar keine Ahnung haben, welche Ansprechpartner und Fördermöglichkeiten es dort gibt. Für sie soll es künftig Stammtische zum Kennenlernen geben. "Natürlich wollen wir auch ausloten, an welchen Themen besonderes Interesses besteht, um uns darauf einzustellen", verspricht Müller.

Zwar gibt es noch keinen Beauftragten der Region Wielkopolska für Brandenburg, trotzdem hat Darius Müller bei seinen ersten Kontakten mit der dortigen Regionalverwaltung bereits großes Interesse verspürt. Ein Beleg dafür sei auch, dass zu dem 14-köpfigen Beirat der Beauftragten, der sich am Mittwoch zum ersten Mal in Trebnitz traf, auch der Vize-Marschall (Verwaltungschef) von Großpolen sowie der Vorsitzende der dortigen Landjugend gehören.

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