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Qual der Wahl bei Vergabe der Stipendien

Sabine Rakitin / 15.11.2016, 06:50 Uhr
Bernau/Eberswalde (MOZ) Elf Schüler aus dem Landkreis Barnim erhalten für dieses Schuljahr vom Landkreis ein monatliches Stipendium in Höhe von 150 Euro. Die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt hatten 15 Bewerber.

Der Direktor des Wandlitzer Gymnasiums, Hartmut Arndt, ist enttäuscht. Zum ersten Mal in der Geschichte des Barnim-Stipendiums ist unter den Stipendiaten kein Schüler seiner Schule, stellt der Vorsitzende des Kreis-Bildungsausschusses traurig fest. Nicht eine Bewerbung sei aus Wandlitz gekommen, bemerkt er. Doch er findet es dennoch richtig, dass sich die Schüler selbst um das Stipendium bewerben müssen. "Das hat etwas mit Eigenverantwortung zu tun", sagt Arndt.

Seit 1997 vergibt der Landkreis jährlich ein eigenes Stipendium an Jugendliche mit außergewöhnlichen schulischen Leistungen in zwei Bereichen - dem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen oder dem sprachlich-künstlerisch-musisch-gesellschaftlichen. Bewerben können sich Schüler der Sekundarstufe II an Gymnasien, Gesamtschulen und am Oberstufenzentrum, die ihren Wohnsitz im Landkreis haben. Sie müssen neben Zeugnissen mit entsprechenden Mindestanforderungen auch Teilnahmebestätigungen von Olympiaden und einen Bewerbungsbogen einreichen. In letzterem bewerten die Schulen Eigenschaften wie Zielorientierung und Selbstständigkeit.

Die Kriterien, nach denen das Barnim-Stipendium vergeben wird, haben sich im Laufe der Jahre mehrfach geändert, zuletzt im Jahre 2013. Ursprünglich sollten in jedem Schuljahr zwölf Schüler die monatliche Zuwendung von 150 Euro für Höchstleistungen im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich erhalten. Weil die Bewerbungen allerdings von Jahr zu Jahr zurückgingen, wurde das Barnim-Stipendium II (sprachlich-künstlerisch-musisch-gesellschaftlicher Bereich) eingeführt. Seitdem werden beide Stipendien an jeweils sechs Schüler vergeben.

In diesem Jahr waren insgesamt 22 Bewerbungen in der Kreisverwaltung eingegangen - 14 für das Barnim-Stipendium I und acht für das Barnim-Stipendium II. Sieben Bewerber erfüllten die Mindestpunktzahl bei den Unterrichtsleistungen nicht. Letztlich hätten zehn Bewerber Anrecht auf das Stipendium I, doch nur sechs werden in dieser Kategorie vergeben. Von den sechs Stipendien in Kategorie II bleibt eines im Topf, weil sich nur fünf Bewerber qualifizierten.

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