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Auf Abwehr und Tempo gesetzt

Typische Szene: Keeper Dennis Plötz wäre machtlos gewesen, wenn der Ball ein paar Zentimeter tiefer eingeschlagen wäre. Doch die Latte hielt den Wurf der Trebbiner auf.
Typische Szene: Keeper Dennis Plötz wäre machtlos gewesen, wenn der Ball ein paar Zentimeter tiefer eingeschlagen wäre. Doch die Latte hielt den Wurf der Trebbiner auf. © Foto: MZV
Matthias Haack / 20.11.2016, 21:06 Uhr
Neuruppin (RA) Sechs andere hatten es probiert, dem HC Neuruppin ist es am Sonntagabend gelungen. Dem SC Trebbin fügten die Neuruppiner Verbandsliga-Handballer die erste Saisonniederlage bei. Kühnste Optimisten hatten nicht erwartet, dass nach 60 Minuten beide Teams acht Tore trennten.

Mit einer immensen Wucht traten die Neuruppiner vor 230 Zuschauern auf, die vielleicht aus der dreiwöchigen Spielpause resultierte. Doch Trainer Christian Will erklärte den 28:20 (13:7)-Erfolg gegen die Trebbiner so: "Wir wollten in der Abwehr gut stehen und mit Tempo spielen. Das ist uns über das gesamte Spiel gelungen. Wir wussten ja, dass für Trebbin nicht die Jüngsten spielen. Da ist die zweite Welle schon sehr wichtig." Aber die Neuruppiner hatten einen weiteren Pfund zum Wuchern: Im Kasten stand mit Dennis Plötz ein glänzend aufgelegter Keeper. Er zog dem Gegner schnell den Zahn, lobte Will. "Wir haben zu Beginn allein von Rechtsaußen sieben Dinger liegen gelassen", traute Ausnahmespieler Matthias Frank seinen Augen nicht. Er hatte sich vom Drittligisten VfL Potsdam den Trebbinern angeschlossen und haderte auch mit der eigenen Leistung. Früher war er Torwart, jetzt wird er im Rückraum eingesetzt. "Wir haben allein aus dem Rückraum dreimal gegen den Pfosten geballert. Das geht einfach nicht. Unser Mittelmann oder der Halbrechte machen normalerweise acht Tore - sie kamen heute gar nicht zum Zuge. Das war ein verflixter Sonntag."

Das Halbzeitergebnis von 13:7 sprach Bände. Doch Christian Will mahnte seine Mannen in der Kabine und erinnerte an einen Sechs-Tore-Rückstand seiner Mannschaft gegen Wusterwitz. "Wir kamen da noch zum Ausgleich. Das kann also ganz schnell gehen", dass der sicher geglaubte Vorsprung schmilzt. Tatsächlich robbte sich der SC Trebbin im zweiten Durchgang an den Gastgeber heran. Vier Tore Abstand waren es, manchmal auch drei. "Bei zwei besteht die Gefahr, dass das Spiel kippt", erklärte Christian Will. Dazu kam es nicht. Im Gegenteil: "Wir wussten ja, dass der Gegner kommen muss." Das tat er und öffnete in den letzten zehn Minuten Räume. Manndeckungen gegen Christian Koall, Marcel Pekrul oder auch Nico Hecht brachten nicht den Effekt für die Gäste, den sie wollten. Ihr Rückstand wuchs und wuchs. Christian Will: "Heute bin ich sehr zufrieden."

Die Neuruppiner belegen nun nach ihrem dritten Saisonsieg den fünften Rang (von elf), weisen jedoch weiterhin ein negatives Punktekonto aus. Jedoch gelang gestern ein moralisch sehr wertvoller Sieg. Der Wurfmaschine der Liga wurden dank phänomenaler Defensivarbeit die Waffen gestumpft. Üblich ist eine Trebbiner Quote von alle zwei Minuten ein Treffer. Im Sportcenter netzte der SCT nur alle drei Minuten ein.

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